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13.03.2018 16:39:46

Abertis-Aktionäre stimmen für Verkauf der Hispasat-Beteiligung

Von Nathan Allen

BARCELONA (Dow Jones)--Die Aktionäre des von der HOCHTIEF-Mutter ACS und dessen italienischem Wettbewerber Atlantia umworbenen spanischen Autobahnbetreibers Abertis haben sich für einen Verkauf von dessen Beteiligung am spanischen Satellitenbetreiber Hispasat ausgeprochen. Der 57-prozentige Anteil soll demnach für mindestens 656 Millionen Euro an den spanischen Hochspannungsnetzbetreiber Red Electrica abgegeben werden. Red Electrica hatte zu einem früheren Zeitpunkt zwar Interesse an einem Erwerb der Hispasat-Beteiligung zum Ausdruck gebracht, bisher aber noch kein verbindliches Angebot vorgelegt. Die Hispasat-Beteiligung stellt in einer potenziellen Übernahmeschlacht um Abertis eine wesentliche Hürde dar, weil die spanische Regierung sie als im nationalen Interesse und strategisch wichtig erachtet.

Was die Angelegenheit zusätzlich erschwert, ist der Umstand, dass Abertis im Mai mit Eutelsat den Kauf von dessen 34-prozentiger Hispasat-Beteiligung vereinbart hat. Die Hauptversammlung der Abertis Infraestructuras SA stimmte nun dafür, diese noch vollzogene Kaufoption, deren Genehmigung durch die französische Regierung noch aussteht, ebenfalls an Red Electrica weiterzureichen.

Darüber hinaus nickten die Abertis-Aktionäre den Dividendenvorschlag von 40 Cent pro Aktie ab. Dadurch verringert sich der Wert der ACS-Offerte entsprechend auf 18,36 Euro je Aktie von 18,76 Euro. Die spanische Börsenaufsicht CNMV hat das Übernahmeangebot von ACS, das der spanische Baukonzern im Oktober über seine deutsche Tochter Hochtief abgegeben hat, zwischenzeitlich genehmigt. Damit liegen nun zwei Offerten für den Autobahnbetreiber aus Barcelona vor. Ob es zwischen Hochtief und dem anderen Bieter Atlantia zu der anfangs erwarteten Bieterschlacht kommen wird, ist jedoch unklar.

In der vergangenen Woche hatten der Hochtief-Mutterkonzern Actividades de Construccion y Servicios (ACS) und Atlantia den Finanzmarkt überraschend von Verhandlungen zwischen beiden Konzernen über ein gemeinsames Gebot berichtet. Offensichtlich wollen sie das Risiko eines für alle Seiten teuren Bieterrennens umschiffen, das im spanischen Übernahmeprozess angelegt ist. Details der Verhandlungen wurden bislang nicht bekannt. Es ist damit offen, ob Hochtief die eigene Offerte durchzieht und beide Seiten anschließend Abertis unter sich aufteilen, oder ob beide eine neue Gesellschaft gründen und ein neues Gebot vorlegen.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/brb/cbr

(END) Dow Jones Newswires

March 13, 2018 11:39 ET (15:39 GMT)

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