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18.12.2015 12:12:39

Bundesrat billigt Vorrang für Erdkabel bei Stromtrassen-Bau

BERLIN (dpa-AFX) - Große Stromtrassen werden künftig vorrangig unter der Erde verlaufen. Nach dem Bundestag billigte am Freitag auch der Bundesrat in Berlin Gesetzespläne, wonach beim Bau von Gleichstromleitungen die Erdverkabelung Vorrang vor den deutlich preiswerteren Freileitungen erhält. Die Gleichstromkabel transportieren Windstrom aus Norddeutschland nach Süddeutschland.

Mit den Plänen soll der stockende Ausbau der Stromtrassen im Zuge der Energiewende vorangetrieben werden. Die Erdverkabelung führt zwar zu Milliarden-Zusatzkosten für Verbraucher und Unternehmen, soll aber Bürgerproteste verhindern.

Wo Menschen wohnen, sind Höchstspannungstrassen über der Erde verboten: Bei Gleichstromtrassen sind keine Freileitungen mehr zulässig, wenn im Umkreis von 200 bis 400 Metern Menschen wohnen. Bei Wechselstromtrassen sollen die teuren Erdkabel allerdings nur bei einzelnen Pilotprojekten zum Einsatz kommen.

Die Länderkammer billigte zudem eine bessere Förderung umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung-Anlagen (KWK), bei denen Wärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, zum Heizen genutzt wird. Die Umstellung von Kohle auf Gas wird gezielt gefördert. Der Förderrahmen wird bis Ende 2022 verlängert. Finanziert wird dies durch eine Umlage auf den Strompreis.

Der Bundesrat fordert zudem Korrekturen am sogenannten Strommarktgesetz. Aus Sicht der Länder haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb von Energiespeichern kontinuierlich verschlechtert. Strom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen sollte sinnvoll genutzt werden. Sie sollten bei Netzengpässen möglichst nicht abgeschaltet werden./sl/ax/DP/stb

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