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ATX P 1 566 0,1%  EStoxx50 3 538 -0,7%  Nikkei 20 225 0,4%  CHF 1,0890 0,2% 
DAX 12 670 -0,8%  FTSE100 7 433 -0,2%  Öl 46,9 2,2%  Gold 1 247 0,2% 

Deutsche Bank Aktie [WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008]

21.04.2017 13:00:41

Deutsche Bank sieht hohes Überraschungspotenzial für Frankreich-Wahl


FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Ausgang der als Schicksalsentscheidung für Europa geltenden Präsidentschaftswahl in Frankreich ist laut der Deutschen Bank unsicher wie nie zuvor. Am europäischen Aktienmarkt sei das Risiko des engen Rennens um den Elysee-Palast allerdings nicht eingepreist, schrieb Analyst Sebastian Raedler in einer Studie vom Freitag. Im Gegenteil: Die Bewertung zeige gestützt auf die weltweite Konjunkturbelebung einen gewissen Vertrauensvorschuss.

Die jüngsten Umfragen zeigten eine leichte Führung des Sozialliberalen Emmanuel Macron vor der Rechtspopulistin Marine Le Pen mit wiederum leichtem Abstand vor dem Linksaußen-Kandidaten Jean-Luc Melenchon und dem Konservativen François Fillon. Die Anleiheexperten der Deutschen Bank hätten jedoch ein durchschnittliches Abweichungsrisiko von 6 Prozentpunkten für den ersten Wahlgang errechnet, so Raedler. Die Gefahr einer anderen Konstellation für den zweiten Wahlgang als der aktuell am Markt als wahrscheinlichsten gesehenen Macron/Le Pen sei daher sehr hoch. In der zweiten Runde sei die mögliche Abweichung von den Umfragewerten in der Vergangenheit teils noch höher gewesen.

Auch die Bankenbranche halte sich trotz aller Unsicherheiten und zuletzt gefallener Anleiherenditen sehr gut, erklärte Raedler weiter. Zwei Jahre lang hätten sich die Papiere der Geldinstitute an die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen geklammert. Zuletzt hätten sie sich allerdings um 5 Prozent nach oben abgekoppelt. Die Deutsche-Bank-Anleiheexperten rechnet im Falle von Wahlsiegen von Macron oder Fillon mit einem Renditeanstieg auf 0,5 Prozent. Bei einem Erfolg von Melenchon drohe ein Rückschlag auf 0,1 Prozent und bei Le Pen sogar auf minus 0,1 Prozent. Letzteres würde bedeuten, dass sich Banken um 14 Prozent schwächer entwickeln müssten als der Gesamtmarkt./ag/mis/fbr

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