ATX 3 318 0,1%  Dow 23 430 0,3%  Nasdaq 6 309 -0,1%  Euro 1,1748 0,1% 
ATX P 1 670 0,0%  EStoxx50 3 561 0,4%  Nikkei 22 446 0,8%  CHF 1,1659 0,0% 
DAX 13 059 0,5%  FTSE100 7 389 0,1%  Öl 62,3 0,2%  Gold 1 281 0,5% 

Deutsche Bank Aktie [WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008]

21.04.2017 13:53:00

Regelverstöße

Deutsche Bank zahlt in den USA abermals Millionenstrafe


Die Deutsche Bank wird in den USA abermals eine Millionenstrafe zahlen.

Die US-Notenbank Fed verhängte Bußgelder in Höhe von insgesamt 156,6 Millionen Dollar (146,2 Mio Euro) gegen das größte deutsche Geldhaus. Der Kernvorwurf lautet, die Bank sei zu lax bei ihren internen Kontrollen gewesen.

Die Deutsche Bank versprach, Abhilfe zu schaffen. "Wir begrüßen es, dass wir diese zivilrechtlichen Angelegenheiten mit der US-Notenbank Federal Reserve beilegen konnten", sagte ein Banksprecher am Freitag in Frankfurt. Nach Informationen aus der Finanzbranche ist die Summe durch Rückstellungen für Rechtsfälle gedeckt.

Der größte Teil des Bußgelds, nämlich 136,9 Millionen Dollar, wird in Zusammenhang mit Devisengeschäften fällig: Die Bank soll es wegen lückenhafter Kontrollmechanismen versäumt haben, Währungshändler vom Austausch vertraulicher Marktinformationen mit Rivalen abgehalten zu haben.

Die Manipulation von Wechselkursen durch ein regelrechtes Kartell internationaler Großbanken war einer der größten Bankenskandale aller Zeiten. Die US-Regierung hatte deshalb vor zwei Jahren gegen amerikanische, britische und Schweizer Geldhäuser Strafen über insgesamt 5,6 Milliarden Dollar verhängt.

Weitere 19,7 Millionen Dollar an Bußgeld entfallen bei der Deutschen Bank auf Verstöße gegen die sogenannte "Volcker Rule". Nach dieser Regel ist es Geschäftsbanken weitgehend untersagt, auf eigene Rechnung an den Finanzmärkten zu spekulieren. Auch hier mahnte die US-Notenbank mangelnde Kontrollen bei der Deutschen Bank an. Das Geldhaus hat nun 60 Tage Zeit, eine Lösung zu präsentieren.

Es ist das erste Mal, dass eine Bank wegen Verstößen gegen die "Volcker Rule" belangt wird. Die Regel ist Teil des "Dodd-Frank Act". Mit diesem Gesetzespaket hatte die Regierung Obama auf die Erfahrungen der Finanzkrise reagiert. Der neue US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Regeln wieder aufweichen zu wollen.

Mit der Bußgeldzahlung kann die Deutsche Bank ein weiteres Kapital ihrer langen Geschichte an Rechtsstreitigkeiten abhaken. Im vergangenen Jahr hatte die Sorge vor riesigen Strafen schwer auf dem Geldhaus gelastet. Bankchef John Cryan war es jedoch gelungen, wichtige Fälle abzuarbeiten. Die fälligen Milliardensummen führten allerdings dazu, dass die Bank 2015 und 2016 hohe Verluste schrieb.

WASHINGTON/FRANKURT (dpa-AFX)

Weitere Links:


Bildquelle: Mirco Vacca / Shutterstock.com

Analysen zu Deutsche Bank AG

mehr Analysen
  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
20.11.17 Deutsche Bank Neutral JP Morgan Chase & Co.
20.11.17 Deutsche Bank Sell Société Générale Group S.A. (SG)
16.11.17 Deutsche Bank kaufen Independent Research GmbH
16.11.17 Deutsche Bank Neutral UBS AG
15.11.17 Deutsche Bank Underperform Macquarie Research

Eintrag hinzufügen

Aktien in diesem Artikel

Nachrichten

  • Nachrichten zu Aktien
  • Alle Nachrichten
pagehit