ATX 3 296 -0,5%  Dow 24 509 -0,3%  Nasdaq 6 390 -0,1%  Euro 1,1793 0,2% 
ATX P 1 662 -0,5%  EStoxx50 3 549 -0,2%  Nikkei 22 553 -0,6%  CHF 1,1650 0,1% 
DAX 13 020 -0,4%  FTSE100 7 447 0,0%  Öl 63,2 -0,2%  Gold 1 257 0,5% 

25.09.2017 15:29:45

Rekalibrierung

Draghi: EZB berät über Anpassung der Instrumente "später im Jahr"


Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) wird nach Aussage von EZB-Präsident Mario Draghi in diesem Jahr über eine Anpassung seiner geldpolitischen Instrumente an das verbesserte wirtschaftliche Umfeld beraten.

In den einleitenden Bemerkungen zu einer Anhörung vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments sagte Draghi laut vorab verbreitetem Redetext: "Wir werden später im Jahr über eine Rekalibrierung unserer Instrumente entscheiden, die ein Ausmaß an geldpolitischer Unterstützung aufrecht erhält, das die Wirtschaft des Euroraums für einen Übergang zu einem ausgewogenen Wachstumspfad benötigt, der von nachhaltiger Preisstabilität gekennzeichnet ist."

Nach der EZB-Ratssitzung am 7. September hatte Draghi gesagt, der größte Teil der erforderlichen Beschlüsse dürfte im Oktober fallen. Die EZB definiert Preisstabilität als eine mittelfristige Inflationsrate von knapp 2 Prozent. Die EZB rechnet damit, dass die Verbraucherpreise eine solche Jahreswachstumsrate etwa 2020 erreichen werden. Zuletzt hatte die Inflationsrate bei 1,5 Prozent gelegen.

Draghi sagte vor dem Ausschuss weiter, das Wirtschaftswachstum habe an Breite und Stärke gewonnen, und die Zuversicht, das Inflationsziel erreichen zu können, habe zugenommen. Allerdings sei der grundlegende Inflationsdruck bis zuletzt nur schwach gestiegen. Der EZB-Präsident bekräftigte seine Anfang des Monats gemachte Aussage, dass die jüngste "Wechselkursvolatilität" in dem Maße beobachtet werden müsse, wie sie die Unsicherheit im Hinblick auf das Erreichen des Inflationsziels erhöhe. Vorerst sei eine "sehr substanzielle" geldpolitische Akkommodation weiter erforderlich.

Volkswirte erwarten, dass die EZB im Oktober mitteilen wird, dass sie das Monatsvolumen ihrer Anleihekäufe ab 2018 auf 40 (derzeit: 60) Milliarden Euro senkt.

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Von Hans Bentzien

FRANKFURT/BRÜSSEL (Dow Jones)

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Bildquelle: matthi / Shutterstock.com

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