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31.01.2017 18:31:43

Netzbetreiber: Süddeutschland wird bis 2030 riesiger Stromimporteur


   Von Christian Grimm

   BERLIN (Dow Jones)--Der Süden Deutschlands mit seiner starken Industrie wird im Jahr 2030 massiv Strom aus dem Ausland importieren müssen. Zu diesem Ergebnis kommen die vier Übertragungsnetzbetreiber in einer Simulationsrechnung zum Netzentwicklungsplan. Demnach wird der Süden in rund anderthalb Jahrzehnten zwischen einem Viertel und der Hälfte seines Strombedarfs aus anderen Teilen der Republik und dem Ausland beziehen müssen.

   Grund dafür ist die Energiewende und der stete Ausbau von Windrädern und Solaranlagen. Gleichzeitig wird Nord- und Ostdeutschland noch viel stärker zum Strom-Überschussgebiet. Die Erzeugung dürfte 2030 die lokale Nachfrage um mehr als das Doppelte überragen.

   Trotz des Ausbaus des Übertragungsnetzes, die nach Schätzung der vier Betreiber zwischen 34 und 36 Milliarden Euro kosten wird, gelingt es Deutschland damit nicht, den eigens erzeugten grünen Strom zu den Großverbrauchern zu bringen.

   Heute sorgen die letzten verbliebenen Atommeiler und fossile Kraftwerke für die Stromversorgung im Süden der Republik. Durch den Atomausstieg und die angestrebten Dekarbonisierung fallen diese Kapazitäten sukzessive weg.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/chg/ros

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   January 31, 2017 12:01 ET (17:01 GMT)

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