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Geringe Schäden 04.05.2018 12:02:42

Neue Regeln drücken auf Gewinn der Swiss Re

Neue Regeln drücken auf Gewinn der Swiss Re

Wegen einer veränderten Rechnungslegung in den USA blieb bei den Schweizern in den Monaten Januar bis März mit 457 Millionen US-Dollar (381 Mio Euro) unter dem Strich rund 30 Prozent weniger übrig als ein Jahr zuvor, wie der Rivale des Weltmarktführers Munich Re am Freitag in Zürich mitteilte. Ohne diese Belastung wäre das Ergebnis gestiegen.

Am Finanzmarkt lösten die Nachrichten keine große Bewegung aus. Die Swiss-Re-Aktie gewann am Vormittag 0,45 Prozent an Wert auf 93,64 Franken, gehörte damit aber zu den schwächeren Werten im Schweizer Leitindex SMI. Ihren bereits angekündigten Aktienrückkauf von bis zu einer Milliarde Schweizer Franken will die Swiss Re nun am 7. Mai starten.

In der Schaden- und Unfall-Rückversicherung profitierte die Swiss Re im ersten Quartal von den im Jahresvergleich gesunkenen Großschäden. Von den Prämieneinnahmen der Sparte blieb nach Abzug der Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb mehr als Gewinn übrig als ein Jahr zuvor. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich von 95,6 auf 92,0 Prozent.

Zudem baute der Konzern sein Geschäft weiter aus. Die Bruttoprämieneinnahmen legten um 13 Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar zu. Das lag vor allem an der Lebens- und Kranken-Rückversicherung sowie am Geschäft mit geschlossenen Vertragsbeständen von Lebensversicherern.

Unterdessen suchen die Schweizer weiter nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit dem japanischen Technologiekonzern Softbank. "Wir reden über eine mögliche strategische Partnerschaft. Was dabei herauskommt, ist weiterhin offen", sagte der neue Swiss-Re-Finanzchef John Dacey.

Softbank hatte Swiss Re wegen einer möglichen Kooperation kontaktiert und will bei dem Rückversicherer mit viel Geld einsteigen. Zuletzt hatte die Swiss Re wissen lassen, dass sich Softbank mit höchstens 10 Prozent beteiligen dürfte und sich die Aktien zudem am freien Markt beschaffen müsste.

Für die Swiss Re könnten die Kunden der Softbank-Firmen von Interesse sein. Die Swiss Re könnte sich damit neue Vertriebswege erschließen. Für die Japaner könnten die immensen Datenbestände des Rückversicherers von Nutzen sein./stw/tav/she

ZÜRICH (dpa-AFX)

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Bildquelle: Swiss Re

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