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Sartorius Aktie [WKN: 716560 / ISIN: DE0007165607]

17.10.2017 18:05:00

Jahresprognosen gesenkt

Sartorius-Aktie bricht nach Gewinnwarnung ein


Der Pharma- und Laborausrüster Sartorius hat wegen Problemen in seiner Sparte Bioprocess Solutions seine Jahresziele gekappt.

Der Umsatz werde 2017 wechselkursbereinigt nur um 9 Prozent zum Vorjahr steigen, teilte Sartorius am späten Montagabend mit. Zuvor hatte Sartorius hier 12 bis 16 Prozent angepeilt. Die Ebitda-Marge soll sich mit rund 25 Prozent nun nur noch auf Vorjahresniveau bewegen (ursprünglich: etwas über 0,5 Prozentpunkte).

Für die enttäuschende Entwicklung sind dem Unternehmen zufolge mehrere gleichzeitig wirkende und vorübergehende Effekte in der Sparte Bioprocess Solutions verantwortlich, die Einwegprodukte für die Herstellung von Biopharmaprodukten liefert. So habe sich aufgrund des Vorratsabbaus einiger Kunden die Nachfrage in einzelnen Regionen schwächer als erwartet entwickelt. Nach dem Hurrikan Maria seien zudem für einige Zeit keine Lieferungen aus der Produktion in Puerto Rico möglich gewesen. Auch hätten die andauernden Lieferengpässe eines Partners die Geschäftsentwicklung bei Zellkulturmedien länger als erwartet belastet.

In den ersten neun Monaten legte der Umsatz den Angaben zufolge wechselkursbereinigt um 8,6 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro zu. Die Ebitda-Marge lag bei 24,8 Prozent (Vorjahreszeitraum: 25,0).

An der Börse wurden die Neuigkeiten mit Kursverlusten quittiert. Die Sartorius-Aktie brach nach Börseneröffnung um 12,7 Prozent ein und fiel damit auf den tiefsten Stand seit Anfang März. Aus dem XETRA-Handel ging der Anteilsschein mit einem Abschlag von 5,65 Prozent. Damit war das Papier schwächster Wert im TecDAX. Das vollständige Zahlenwerk will das Unternehmen am 25. Oktober 2017 bekanntgeben. "Die Gewinnwarnung dürfte zweifellos für ein Beben am Markt sorgen", schrieb der Analyst Scott Bardo von der Berenberg Bank. Denn der Pharma- und Laborausrüster sei bislang immer für seine Verlässlichkeit bei der Ausgabe und Einhaltung von Prognosen bekannt gewesen.

Mit dem Kursrutsch ist die Aktie aus einer dreimonatigen Handelsspanne herausgefallen, die von etwa 79 bis 86 Euro reichte. Der Aktienkurs dürfte sich nun stärker schwankungsanfällig zeigen als in der Vergangenheit, prognostizierte der Experte.

Weil die Wachstumaussichten jedoch unverändert "exzellent" seien, sollten Investoren die Aktien mittelfristig im Portfolio haben. Die aktuelle Kursschwäche sei also eine Kaufgelegenheit. Bardo hielt an der Empfehlung "Buy" mit einem Kursziel von 85 Euro fest.

GÖTTINGEN (dpa-AFX)

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Bildquelle: Sartorius

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