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Steinhoff International Aktie [WKN DE: A14XB9 / ISIN: NL0011375019]

06.12.2017 20:18:00

Zeitweise unter 1 Euro

Steinhoff-Aktie mit dramatischem Kurssturz: CEO tritt zurück - Liquiditätsmaßnahmen beschlossen


Nach harschen Kursverlusten an der Börse bessert der Möbelhändler Steinhoff seine Liquidität auf.

Es habe Interessensbekundungen von Dritten an einigen Unternehmensteilen gegeben, die nicht zum Kerngeschäft gehören, teilte die Steinhoff International Holdings NV mit. Eine Transaktion werde die Liquidität um 1 Milliarde Euro verbessern.

Zudem werde die Tochter Steinhoff International Holdings NV sich selbst refinanzieren. Dank ihres hohen Barmittelzuflusses werde der Tochter die Refinanzierung zu besseren Konditionen gelingen als bei der Konzernmutter. Diese Maßnahmen würden die Liquidität des MDAX-Konzerns um 2 Milliarden Euro aufpolstern. Das werde die Sorge der Anteilseigner beruhigen, dass Steinhoff ausreichend Mittel zur Finanzierung seines Geschäfts habe.

Mit Blick auf den Rücktritt des Unternehmenschefs hieß es zudem in einer Pressemitteilung, es gebe keine Hinweise darauf, dass der Finanzvorstand in den jüngsten Skandal verwickelt sein könnte. Ben La Grange werde deshalb seine Funktion bei Steinhoff weiter ausfüllen.

Die Aktie von Steinhoff war am Mittwoch um teils 70 Prozent eingebrochen, nachdem der Möbelhändler neue Informationen über Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung eingeräumt hat. Konzernchef Markus Jooste war mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Die Unregelmäßigkeiten erforderten weitere Untersuchungen, hatte das MDAX-Unternehmen am Dienstagabend mitgeteilt und die Vorlage seines Konzernabschlusses auf unbestimmte Zeit verschoben.

Den geprüften Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016/2017 will Steinhoff erst dann veröffentlichen, wenn das Unternehmen sich dazu in der Lage sieht. Darüber hinaus werde das Unternehmen prüfen, ob die Jahresabschlüsse der Vorjahre angepasst werden müssten.

Zweifel an den Bilanzen des Konzerns stehen schon seit einiger Zeit im Raum. Ein ehemaliger Joint-Venture-Partner, mit dem Unternehmenstöchter in Rechtsstreitigkeiten verwickelt sind, hat bei einem Gericht in Amsterdam eine Prüfung der Bilanz für das Geschäftsjahr 2015/16 beantragt. Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg seit Ende August gegen vier aktuelle und ehemalige Verantwortliche des Konzerns, zu dem auch der deutsche Möbeldiscounter Poco gehört, wegen des Verdachts der unrichtigen Darstellung in Bilanzen.

FRANKFURT (Dow Jones)-

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Bildquelle: Jeremy Glyn/Financial Mail/GalloImages/GettyImages

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