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Bank of Montreal Aktie [WKN: 850386 / ISIN: CA0636711016]

16.01.2018 07:28:46

Neuer Ärger

US-Pensionsfonds verklagt Deutsche Bank wegen Zinsmanipulation


Die Deutsche Bank ist mit neuen Zinsmanipulationsvorwürfen konfrontiert.

Ein Pensionsfonds aus dem US-Bundesstaat Colorado hat das Frankfurter Geldhaus sowie die sechs größten Banken Kanadas und zwei weitere internationale Institute in New York wegen der mutmaßlichen Manipulation eines kanadischen Referenzzinssatzes verklagt.

Die Fire & Police Pension Association of Colorado reichte ihre Klage am Freitag vor dem Bezirksgericht in Manhattan ein. Sie beschuldigt die Banken darin, sich verschworen zu haben, um durch Manipulation des Canadian Dollar Offered Rate (CDOR) in den Jahren 2007 bis 2014 ihre Derivatehandelsgeschäfte zu fördern.

Die Klage richtet sich gegen die Bank of Montreal, Bank of Nova Scotia, Canadian Imperial Bank of Commerce (CIBC), National Bank of Canada, Royal Bank of Canada (RBC) und Toronto-Dominion Bank sowie die Bank of America Merrill Lynch, die Deutsche Bank und die HSBC.

Bank of America, National Bank, RBC, CIBC, HSBC und Bank of Montreal lehnten eine Stellungnahme ab. Die anderen Banken waren nicht umgehend für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der CDOR ist ein Referenzzinssatz, der die Kosten der Kreditaufnahme in Kanada abbildet und zur Berechnung der Zinsen für verschiedene Finanzinstrumente, einschließlich Zinsswaps, Terminkontrakte und andere Derivate, verwendet wird. Er wird arbeitstäglich von Thomson Reuters berechnet. Grundlage sind die Angaben der Banken, zu welchen Konditionen sie bereit wären, Kredite zu vergeben.

Die Beklagten sollen absichtlich niedrige Zinssätze angegeben haben, weil sie für ihre Derivategeschäfte Zinsen auf Basis des CDOR zahlen mussten. Der niedrigere Zinssatz habe den Banken Geld gespart und die Gewinne aus Zinsswaps und anderen CDOR-basierten Verpflichtungen gesteigert. Der Fire & Police-Fonds sieht sich geschädigt, weil er Geschäfte auf CDOR-Basis im Volumen von mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar durchgeführt habe, für die er wegen der Manipulation mehr bezahlt oder weniger erhalten habe.

Die Vorwürfe ähneln jenen im Zusammenhang mit dem Referenzzinssatz Libor, der als Basis für den Preis von Krediten und Derivaten im Volumen von Billionen von Dollar in der ganzen Welt dient. Der skandalgeplagte Libor steht nun vor dem Aus, die britische Finanzaufsicht hatte im Juli angekündigt, ihn als Messlatte langsam auslaufen zu lassen.

DJG/DJN/sha/bam

TORONTO (Dow Jones

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Bildquelle: Nessluop / Shutterstock.com

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