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01.06.2017 07:08:35

Kolumne
GELD-Magazin

Bitcoin auf Siegeszug


Die Blockchain-Technologie ist Grundlage für die digitale Währung Bitcoin (BTC). Dezentral wird nach ­unwiderruflich festgelegten Regeln die Menge begrenzt. Jede einzelne Transaktion zwischen den Konto­nummern (P2P) wird aufgezeichnet. Damit ist BTC unfälschbar, anonym und kostenfrei zu transferieren.

Text: Mario Franzin, GELD-Magazin

Die Entwicklung der Kryptowährung Bitcoin (BTC) geht auf einen Entwickler mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto zurück. Bis heute weiß niemand, wer hinter dem Namen steckt. Zumindest ist aber nachzuvollziehen, dass er (oder sie) im Jahr 2009 den ersten Bitcoin-Client installierte und bis ins Frühjahr 2011 mit der Bitcoin-Gemeinde kommunizierte. Dann ver­schwand er/sie von der Bildfläche und BTC hat einen regelrechten Siegeszug angetreten: Es gibt davon mittlerweile rund 16 Millionen, deren Kurs Anfang Mai die 1400 Dollar-Marke überschritt. Multipliziert man diese Zahlen, kommt man auf einen gesamten Wert aller Bitcoins zusammengerechnet von 22,4 Milliarden Dollar (20,4 Mrd. Euro). Was steckt nun hinter Bitcoin?

Bitcoin hat sich in den vergangenen ­sieben Jahren insofern als Währung etabliert, als sie nur begrenzt vorhanden ist. Im Gegensatz zum sogenannten Fiat-Geld (Tauschmittel ohne inneren Wert), das von den Zentralbanken beinahe unbegrenzt vermehrt werden kann, wird dem Bitcoin eine Wertstabilität durch seine Begrenztheit - ähnlich wie beim Gold - unterstellt. Denn die Vermehrung durch sogenanntes Schürfen (mining) der Bitcoins funktioniert nach einem Algorithmus, der im Endeffekt maximal 21 Millionen Bitcoins zulässt. Diesem Wert nähert sich die Anzahl der vorhandenen Bitcoins asymptotisch.

Fälschungssicher und Anonym

Die wichtigste Eigenschaft des Bitcoin ist seine Dezentralität und Anonymität. Keine Institution kontrolliert das Bitcoin-Netzwerk - keine Zentralbank und kein Staat kann die Bitcoin-Menge steuern. In ­einer Blockchain werden Kontonummern generiert und die Bitcoins transferiert. Der Anwender kann beliebig viele Konten (wallets) generieren und Bitcoins über die Bekanntgabe seiner Adresse und eines einmalig generierten digitalen privaten Schlüssels (völlig anonym) praktisch in Echtzeit transferieren - und das zudem kostenfrei.

Der Kurs des BTC entsteht aus Angebot und Nachfrage. Und mit zunehmender Akzeptanz klettert der Kurs nach oben. Größere Kursschwankungen gab es im März dieses Jahres, als die Zwillingsbrüder Tyler und Cameron Winklevoss einen Bitcoin-ETF lancieren wollten. Der Kurs schoss im Vorfeld auf über 1300 Dollar. Nach Ablehnung der Zulassung durch die US-Wertpapierhandelskommission (SEC) fiel er mit 891 Dollar am 25. März wieder auf ein Kurstief. Seither setzte BTC den Aufwärtstrend wieder fort, am 27. April lag der Preis bei 1335 Dollar und am Monatsende bereits bei 1348 Dollar. Anfang Mai kletterte der Kurs behände über 1400 Dollar und kratzt bereits an der 1500 Dollar-Marke. Inzwischen geht das Warten auf einen börsengehandelten Fonds weiter, Zertifikate auf Bitcoin gibt es mittlerweile (z.B. von Vontobel). Im April teilte die SEC mit, dass sie den Antrag des Börsenbetreibers Bats auf nochmalige Prüfung des Bitcoin-ETFs stattgebe. Bis zum 15. Mai können Stellungnahmen für oder gegen eine Zulassung des Winklevoss Bitcoin Trust als börsengehandelten Fonds eingereicht werden.

Am weltweit wichtigsten Finanzplatz New York gibt es mittlerweile strikte Regeln für den Handel mit virtuellen Währungen. Bitcoins haben sich zu beliebten Spekula­tionsobjekten mit starken Kursschwankungen und einer Art Alternativwährung in Ländern mit Kapitalverkehrskontrollen entwickelt. Ein Großteil des Handels ballt sich folgerichtig in China.

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Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquelle: GELD-Magazin

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