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12.07.2017 17:50:16

Blockchain im Fokus

Nach massivem Einbruch: Bitcoin-Konkurrent Ethereum - Wohin geht die Reise?


Kursbewegungen wie diese sieht man selten: Von acht auf rekordhohe 400 Dollar und von dort um mehr als 50 Prozent abwärts - in nur sechs Monaten.

Kryptowährungen sind in aller Munde. Im Windschatten der bekanntesten Digitalwährung Bitcoin hat auch Ethereum im bisherigen Jahresverlauf eine durchaus beeindruckende Kursentwicklung hingelegt. Noch zum Jahresstart war ein Ether, wie die Währung genannt wird, 7,98 US-Dollar wert. Im Juni mussten Käufer dann 419,30 US-Dollar auf den Tisch legen - ein Rekordhoch und ein Anstieg um satte 5'250 Prozent. Doch inzwischen ist die Digitalwährung in den freien Fall übergegangen.

Millionen an Marktkapitalisierung vernichtet

Der Einbruch hat Millionen an Marktkapitalisierung vernichtet. Mit knapp über 20 Millionen US-Dollar liegt diese aktuell fast 40 Prozent unter den Rekordhoch vor rund einem Monat.

Doch ist das schon das Ende des Hypes um Kryptowährungen? Schließlich tut sich aktuell auch der Marktführer im Bereich Digitalwährungen schwer: Auch Bitcoin hat bei Investoren derzeit keinen guten Stand. Der Bitcoin-Kurs liegt mit 2'340 Dollar ebenfalls deutlich unter seinen jüngsten Höchstständen.

Glaubt man Analysten, bedeuten die jüngsten Kurseinbrüche aber mitnichten ein drohendes Ende für Bitcoin, Ether & Co. Zwar haben reihenweise Experten einen Absturz der Kryptowährungen vorausgesagt, viele von ihnen gehen aber von einer Folgeerholung aus, die die Kurse der Digitalwährungen in schwindelerregende Höhen treiben könnte.

Krise ja, Blase nein?

Dennoch: Aktuell sind Märkte und Anleger nervös. Noch laut klingen die Warnungen der Deutschen Bundesbank in den Ohren: Bitcoin sei ein Spekulationsobjekt, zur Aufbewahrung von Werten nicht geeignet, die Kursentwicklung viel zu schwankungsanfällig. Was "Blasenbildung" bedeutet, dürfte vielen Investoren zudem noch aus den Zeiten des neuen Marktes bekannt sein. Und doch: Der Handel mit Digitalwährungen unterscheidet sich von der Situation vor rund 20 Jahren, als Anleger wie wild in alles investierten, was sich gut verkaufte.

Denn Digitalwährungen haben durchaus prominente Unterstützer. In Japan wird der Bitcoin als gesetzliche Währung anerkannt, selbst hierzulande beginnen einige Händler, darunter auch der Lieferdienst Lieferando, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Und dann wäre da noch Russland: Die russische Zentralbank hatte jüngst bekannt gegeben, eine eigene staatliche Digitalwährung zu entwickeln. Möglicherweise soll in diesem Zusammenhang sogar die Technologie von Ethereum zum Einsatz kommen, hieß es. Wladimir Putin will die Blockchain, die von vielen als Technologie der Zukunft angesehen wird, offenbar vorantreiben und damit sein Land zu einem Vorreiter in diesem Bereich machen.

Die Blockchain-Technologie ist Gegenstand zahlreicher Forschungen - von Staaten- und Unternehmensseite, denn sie bietet enormes Zukunftspotenzial. Sensible Daten übertragen und organisieren, Geldtransaktionen sicher vornehmen - die Blockchain-Technologie macht es möglich.

Neben Staaten haben daher auch Unternehmen Interesse an der Technik angemeldet. In der "Enterprise Ethereum Alliance" haben sich inzwischen Großkonzerne wie Microsoft, Intel und Toyota zusammengeschlossen, um gemeinsam an einer Ethereum-basierten Blockchain-Technologie im Bereich Unternehmensschutz zu forschen. Auch Großbanken wie die Credit Suisse, die UBS und JPMorgan sind Teil der Allianz.

Blockchain als Zukunftstechnologie

Wohin es zukünftig mit Digitalwärungen wie Bitcoin und Ethereum gehen wird, ist schwer vorauszusehen. Anleger dürften sich allerdings auf hohe Volatilität einstellen müssen. Für die dahinterstehende Technologie hingegen sind die Aussichten etwas besser einzuschätzen. Viele Unternehmen und Staaten haben ihr Interesse an Blockchain angemeldet und erarbeiten gerade Lösungen zur Nutzung der Technologie. Experten glauben, dass die Blockchain künftig die Basis völlig neuer Geschäftsmodelle bilden wird.

Redaktion finanzen.at

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