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Nissan Motor Aktie [WKN: 853686 / ISIN: JP3672400003]

06.12.2017 12:50:44

Autoindustrie skeptisch in Sachen Komplettbeitrag für Dieselfonds


Von Christian Grimm

BERLIN (Dow Jones)--Die Bundesregierung droht auf mehr Kosten für den Kampf gegen ein Dieselfahrverbot und für saubere Luft in den Innenstädten sitzen zu bleiben. Die deutsche Autoindustrie ist skeptisch, ob die zusagten 250 Millionen Euro für den Mobilitätsfonds tatsächlich zusammenkommen.

Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, musste bei einer Pressekonferenz einräumen, dass er nur die Zusage über 160 Millionen Euro von VW, Daimler und BMW habe. Die ausländischen Fahrzeughersteller sperren sich hingegen gegen eine Beteiligung. Er sei nicht der Geldeintreiber der Importeure, sagte Wissmann. "Meine Hoffnung ist, dass sich auch die ausländischen Hersteller entsprechend ihrer Marktanteile beteiligen", ergänzte der oberste deutsche Autolobbyist. Doch bisher haben weder er noch die Bundesregierung Zusagen erhalten.

Ein Sonderfall sind die beiden Autobauer Ford und Opel, die in Deutschland ansässig sind und hier große Werke unterhalten, aber zu ausländischen Konzernen gehören. Ob sie Geld an den Fonds überweisen wollen, ist laut Wissmann offen. Der frühere Bundesminister konnte auch noch kein Datum nennen, wann die Beträge bei dem Mobilitätsfonds eingehen werden.

Bundesregierung und Autoindustrie hatten sich in der Aufarbeitung des Dieselskandals dazu verpflichtet, den Kommunen insgesamt 1 Milliarde Euro zur Verfügung zu stellen. Die Unternehmen wollten ein Viertel berappen. Mit dem Geld soll die Belastung mit giftigen Stickoxiden in 90 betroffenen Städten gesenkt werden. Das soll zum Beispiel geschehen, indem die Städte neue Busse und Kehrmaschinen anschaffen, alte Busse nachrüsten, mehr E-Autos auf die Straßen kommen und belastete Straßenzüge bepflanzt werden.

Die Autohersteller wollen außerdem bis Ende nächsten Jahres 5 Millionen Dieselautos per Softwareupdate sauberer machen. Laut VDA soll die Stickoxidbelastung durch alle Maßnahmen zusammen Ende 2018 um 12 bis 14 Prozentpunkte niedriger werden als heutzutage.

Für die Bundesregierung ist die Lücke von 90 Millionen Euro in der Finanzierung des Fonds misslich, da sie selbst den Kommunen Mittel nur durch Umschichtungen im Haushalt gewähren kann. Der Bundestag hat noch kein neues Budget für 2018 beschlossen.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/chg/brb

(END) Dow Jones Newswires

December 06, 2017 06:50 ET (11:50 GMT)

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