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10.03.2017 13:31:00

Haftungsstock reduziert

Superfund Asset Management mit radikaler Kapitalherabsetzung


Superfund-Gründer Christian Baha zieht aus der ihm zuzurechnenden Superfund Asset Management GmbH (SAM) 4,127 Mio. Euro ab.

In diesem Ausmaß soll das Stammkapital der Gesellschaft, die für die Verwaltung und Vermittlung der Superfund Hedgefonds zuständig ist, herabgesetzt werden, beschloss die Gesellschaft am 20. Jänner laut Firmencompass. Das Kapital wird dann nur mehr 1,0 Mio. Euro betragen.

Das Kapital wird an die Alleingesellschafterin, die ABS VermögensverwaltungsgmbH ausgeschüttet, die wiederum im Eigentum von Baha steht, berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner jüngsten Ausgabe. Damit werde der Haftungsstock reduziert.

Die noch nicht durchgeführte Kapitalherabsetzung sei aufgrund einer Überkapitalisierung der Gesellschaft geplant. Auch danach werde die Kapitalausstattung nahezu das Doppelte der gesetzlich geforderten Eigenmittel betragen, hieß es dazu von Seiten der SAM auf "trend"-Anfrage. Laut dem Magazinbericht setzt Superfund damit den schon seit Jahren gefahrenen Schrumpfkurs fort - Mitarbeiterabbau und Filialschließungen inklusive.

Im Jänner wurden weiters zwei von der Superfund Asset Management GmbH unabhängige Superfund-Gesellschaften über eine routinemäßige Betriebsprüfung informiert. Laut "trend" steht die Betriebsprüfung in Zusammenhang mit den Berichten über einen Golddiebstahl auf einem Anwesen von Baha. Laut Insidern soll unter anderem die Herkunft dieses Schatzes ergründet werden.

Einem Zeitungsbericht vom 3. Dezember 2016 zufolge hatte Baha "in seinem feudalen Schloss Frohsdorf" in Lanzenkirchen (Bezirk Wiener Neustadt) Gold-und Silbermünzen von einem langjährigen Mitarbeiter verstecken und einbetonieren lassen. Der Schatz im Wert von 3,3 Millionen Euro sei dann plötzlich weg gewesen. Der verdächtige Mitarbeiter wurde festgenommen. Ein Ermittlungsverfahren läuft.

Die Superfund Asset Management GmbH hat laut Firmencompass nach letzten verfügbaren Daten im Jahr 2015 die Provisionserträge von 6,8 auf 8,4 Mio. Euro gesteigert. Dem standen 2,7 (2,2) Mio. Euro an Provisionsaufwendungen gegenüber. Der Jahresüberschuss betrug rund 240.000 (214.000) Euro. Der Bilanzgewinn belief sich auf 1,6 Mio. Euro. Die ABS wies per 31. Jänner 2016 einen Bilanzverlust von rund 273.000 Euro und ein Eigenkapital von 7,05 Mio. Euro aus.

(Schluss) ggr/gru

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Bildquelle: Flashpop/Getty Images

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