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06.09.2017 10:37:00

"Wir machen uns Sorgen"

Wegen Trump: Finnischer Milliardenfonds wirft US-Aktien raus


US-Präsident Donald Trump hat viel auf der Agenda: Milliardeninvestitionen, Steuersenkungen, eine Mauer zu Mexiko. Bislang hat er keinen seiner großen Pläne umgesetzt. Nun reagiert einer der größten Pensionsfonds der Welt und wirft US-Aktien aus dem Depot.

Seit dem Amtsantritt von Donald Trump feiern die Börsen weltweit eine Party. Schließlich hatte er neben einer "phänomenalen Steuerreform" auch milliardenschwere Infrastrukturprogramme in gigantischem Ausmaß angekündigt. Die Wirtschaft reagierte begeistert, die Börsen legten weltweit zu. Doch je länger die Amtszeit von Trump dauert, umso mehr Katerstimmung kommt auf, denn bislang hat der Weltmachtführer seine Versprechen nicht einlösen und der US-Wirtschaft keinen entscheidenden Schub verpassen können. Nun reagiert ein erster milliardenschwerer Pensionsfonds auf die aktuelle Situation und trennt sich von US-Aktien.

"Die USA haben derzeit keinen Präsidenten"

Varma Mutual Pension Insurance Co. heißt der finnische Pensionsfonds, der ein Anlagevermögen in Höhe von 45 Milliarden Euro verwaltet. Wie "Bloomberg" berichtet, hat der Fonds seine Aktienquote im zweiten Quartal um fünf Prozent reduziert - dabei wurden insbesondere US-Aktien verkauft. Warum ausgerechnet US-Stocks in großem Stil verkauft wurden, begründet der Fonds-Chef Risto Murto mit einem prominenten Namen: Donald Trump. "Es sieht so aus, als ob die USA derzeit keinen Präsidenten hätten", so der Manager. Wenn er sich die moralische und die tatsächliche Macht anschaue, gebe es keinen traditionellen Präsidenten mehr, legte der Firmenchef nach.

Donald Trump wird zum Risiko

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen wird Trump vom Hoffnungsträger immer mehr zum Risiko für die Märkte, davon zeigt sich Murto überzeugt. Trumps Twitter-Ausbrüche und das nukleare Säbelrasseln mit Nordkorea habe die USA zu einer Quelle globalen politischen Risikos gemacht. Darüber hinaus sei auch Trumps Unfähigkeit, mit dem Kongress zusammenzuarbeiten, besorgniserregend, so Murto weiter. Einen Wendepunkt in der US-Politik sehe er zudem in Trumps Reaktion auf Charlottesville. Dabei macht sich Murto insbesondere Sorgen um die globalen Auswirkungen der in den USA getroffenen Entscheidungen. "Die Lektion aus 2008 ist, dass wenn die USA ein Problem haben, wir alle ein Problem haben", erklärt der Fonds-Chef. Es sei daher jetzt der richtige Zeitpunkt gewesen, sich von US-Aktien zu trennen. Darüber hinaus räumt Varma allerdings ein, dass auch Gewinnmitnahmen zu dieser Entscheidung beigetragen hätten. Die Aktien seien seit Februar 2016 sehr gut gelaufen, so Investment-Chef Reima Rytsola. Aber das Endergebnis ist, "dass wir uns Sorgen machen".

Redaktion finanzen.at

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Bildquelle: Gryshchenko / Shutterstock.com

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