Gold und Rohöl 18.05.2017 14:47:07

Gold: Positive US-Konjunkturdaten verpuffen

Gold: Positive US-Konjunkturdaten verpuffen

von Jörg Bernhard

Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank gegenüber der Vorwoche überraschend von 236.000 auf 232.000 und deutet somit auf eine ausgesprochen robuste US-Wirtschaft hin. Beim Konjunkturausblick der Philadelphia Fed gab es ebenfalls eine positive Überraschung. Mit einem unerwarteten Anstieg von 22,0 auf 38,8 Punkte fiel das Zahlenewerk deutlich besser als erwartet aus. Der Dollar regierte darauf zwar positiv, was den Goldpreis allerding kaum beeindruckt hat.

Am Donnerstagnachmittag zeigte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 14.35 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 1,40 auf 1.260,10 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Vorzeichen werden roter

Zur Mittagszeit rauschte der fossile Energieträger völlig unvermittelt in die Tiefe. Die seit einigen Tagen zu beobachtende Dollarschwäche hat dem Ölpreis bislang nicht in höhere Regionen verholfen. Die politischen Turbulenzen um den US-Präsidenten Donald Trump haben Investoren verschreckt und die Risikoaversion signifikant erhöht - und als riskantes Investment kann man Rohöl zweifellos einstufen. Den besten Beleg für diese These liefert die Chicago Board Options Exchange mit ihren Volatilitätsindizes. Mit aktuell 33,9 Prozent Volatilität (OVX) gehört Öl ganz klar zu den riskanteren Investments. Da kann selbst das als besonders volatil geltende Silber (VXSLV) mit "lediglich" 19,7 Prozent nicht mithalten.

Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 14.35 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt (Juni) um 0,72 auf 48,35 Dollar, während sein Pendant auf Brent (Juli) um 0,66 auf 51,55 Dollar zurückfiel.

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Bildquelle: Julian Mezger

Rohstoffe in diesem Artikel

Goldpreis 1 273,08 -1,70 -0,13
Ölpreis (Brent) 74,37 -0,70 -0,93
Ölpreis (WTI) 65,33 0,27 0,42
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