Notenbanker besorgt 22.11.2017 20:31:43

Fed-Protokoll: Nächste Zinserhöhung scheint sicher, aber Inflationssorgen bleiben

Fed-Protokoll: Nächste Zinserhöhung scheint sicher, aber Inflationssorgen bleiben

Wie aus dem Protokoll der Sitzung hervorgeht, sind einige Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) mittlerweile der Ansicht, dass die Inflation für längere Zeit unter dem Zielwert der Federal Reserve liegen könnte als ursprünglich angenommen.

Viele Währungshüter glauben, dass der enger werdende Arbeitsmarkt die Inflation mittelfristig in die Höhe treiben wird. Die Kernfrage, ob es sich bei der aktuellen Inflationsschwäche um ein vorübergehendes oder um ein dauerhaftes Phänomen handelt, steht dabei immer noch im Raum. Mittlerweile mehren sich nach Ansicht einiger FOMC-Mitglieder die Anzeichen, dass die Inflationsschwäche länger anhalten könnte als zunächst angenommen.

Bei ihrer jüngsten Sitzung hatte die US-Notenbank ihren Leitzins bei 1,00 bis 1,25 Prozent stabil gehalten. Zugleich signalisierten die Währungshüter, dass sie bis Jahresende eine weitere Zinserhöhung in Betracht ziehen. Für die Sitzung am 13. Dezember ist an den Terminmärkten eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte zu über 90 Prozent eingepreist. Es wäre die dritte Straffung der Geldpolitik in diesem Jahr.

Zuletzt sind bei den US-Währungshütern die Sorgen über den schwachen Preisdruck gestiegen, was Fragen über den Zinsausblick aufwirft. Bislang hat die US-Notenbank anhand ihrer Projektionen für 2018 drei weitere Zinserhöhungen avisiert, für 2019 zwei Schritte und für 2020 eine Erhöhung. Sollte die Inflation so schwach bleiben, könnte der Zinspfad aber flacher ausfallen.

WASHINGTON (Dow Jones)--

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