Weitere Zinserhöhungen 12.04.2018 07:22:00

Fed-Protokoll: Währungshüter zuversichtlicher mit Blick auf Inflationsziel

Fed-Protokoll: Währungshüter zuversichtlicher mit Blick auf Inflationsziel

Wie aus dem Protokoll der Sitzung hervorgeht, konzentrierte sich die Diskussion nicht auf die grundsätzliche Frage, ob die Zinsen angehoben werden sollen, sondern vielmehr auf das Ausmaß weiterer Straffungen.

Insgesamt sind die Fed-Mitglieder zuversichtlicher geworden, dass das 2-Prozent-Inflationsziel der US-Notenbank im Jahresverlauf erreicht werden kann. Diskutiert wurden zudem Risiken und Nutzen einer überhitzenden Konjunktur. Einige Notenbanker wiesen darauf hin, dass es nötig werden könnte, erste Signale auszusenden, die erkennen ließen, dass die Federal Reserve im Bedarfsfall bereit wäre, die Zinsen auf ein Niveau anzuheben, das für eine Abkühlung der Wirtschaft sorgen würde.

Alle Mitglieder des Offenmarktausschusses waren sich einig, dass sich die Aussichten für die US-Wirtschaft verbessert haben, wie aus dem Sitzungsprotokoll überdies hervorgeht. Zugleich bereiten die Aussichten auf mögliche Handelskonflikte den meisten Währungshütern aber Sorge. Vergeltungsmaßnahmen anderer Volkswirtschaften für US-Importzölle könnten der US-Wirtschaft schaden, glauben sie.

Bei der Sitzung im März hatte die Fed ihren Leitzins erhöht und für das Jahr 2019 einen etwas steileren Zinspfad in Aussicht gestellt. Bei der ersten Ratssitzung unter der Leitung des neuen Fed-Chefs Jerome Powell stieg der Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent.

Die zeitgleich veröffentlichten Prognosen der Notenbanker zeigten, dass diese für 2018 weiterhin drei Zinsanhebungen für wahrscheinlich halten, für 2019 aber drei anstatt bisher zwei. Allerdings fiel die Entscheidung für 2018 denkbar knapp aus. Für 2020 blieb es bei zwei Zinsschritten.

DJG/DJN/brb/flf

Dow Jones Newswires

Weitere Links:


Bildquelle: spirit of america / Shutterstock.com,Mesut Dogan / Shutterstock.com
pagehit