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Aktienanleihen, Aktienanleihe

Aktienanleihen an der Börse

Aktienanleihen können entweder direkt bei der Emission oder jederzeit danach über die Börse gekauft werden. Wird die Aktienanleihe direkt bei der Emission erworben, zahlt der Anleger den vollen Nennwert. Dieser liegt meist bei 1.000 Euro pro Aktienanleihe. Anders ist es, wenn die Aktienanleihe erst nach der Emission über die Börse erworben werden soll. Bei einem Kauf der Aktienanleihe über die Börse ist der Kurswert der Anleihe relevant. Wie normale Anleihen auch notieren Aktienanleihen in Prozent des Nennbetrages. 100,00 Prozent entsprechen genau dem Nennbetrag, 99,00 Prozent bei einem Nennwert von 1.000 Euro einem Betrag von 990 Euro.

Soll die Aktienanleihe nach dem Erwerb an der Börse bis zum Fälligkeitstag gehalten werden, sollten Anleger darauf achten, dass der Kurs der Anleihe knapp unter oder um 100 Prozent liegt. Falls der Kurs deutlich über 100 Prozent liegt, schmälert dies die Rendite, da am Fälligkeitstag maximal 100 Prozent ausgezahlt werden. Liegt der Kurs deutlich unter 100 Prozent und der Fälligkeitstag liegt nicht mehr in allzu weiter Ferne, ist es wahrscheinlich, dass die Aktienanleihe durch die Lieferung des Basiswerts getilgt wird.

Während der Handelszeit sorgt der Emittent der Aktienanleihe in der Regel als Market Maker kontinuierlich für Angebot und Nachfrage und stellt eine ausreichende Liquidität sicher, so dass Aktienanleihen jederzeit über die Börse gehandelt werden können.

Viele Emittenten bieten daneben aber auch die Möglichkeit des außerbörslichen Direkthandels an. Hierbei tritt der Anleger an den Emittenten heran und fragt diesen nach einem Preisangebot für die gewünschte Aktienanleihe. Der Emittent beantwortet diese Anfrage mit der Übermittlung des aktuellen Brief- und Geldkurses. Nun kann der Anleger überlegen, ob er dieses Angebot annimmt und zum entsprechenden Kurs kauft oder verkauft. Nimmt er an, stellt er ein Trade-Request an den Emittenten. Hat sich zwischen der Preisanfrage und der Handelsanfrage der Kurs der Aktienanleihe nicht verändert, wird der Emittent den Trade-Request annehmen und der Handel kommt somit zustande. Hat sich inzwischen eine Preisänderung ergeben, wird der Emittent hingegen ablehnen und der Prozess kann mit einer erneuten Preisanfrage neu begonnen werden. Dieses Prinzip bezeichnet man auch als invitatio ad offerendum.

Bildquellen: MaximP / Shutterstock.com

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