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Aktienanleihen, Aktienanleihe

Das bewegt den Kurs von Aktienanleihen

Einflussfaktoren auf den Börsenpreis von Aktienanleihen

Während der Laufzeit der Aktienanleihe schwankt deren Preis an der Börse mitunter recht deutlich. Dies liegt daran, dass zahleiche Faktoren den Wert der Aktienanleihe beeinflussen. Die wichtigsten sind die Performance des Basiswerts, die implizite Volatilität, die Restlaufzeit und der Kapitalmarktzins.

Performance des Basiswerts

Der Kurs des zugrundeliegenden Basiswerts hat einen deutlichen Einfluss auf den Kurs der entsprechenden Aktienanleihen. Fällt der Kurs des Basiswerts unter den Basispreis, reagiert die Aktienanleihe ebenfalls mit Kursverlusten, da die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Aktienanleihe durch Lieferung des Basiswerts getilgt wird und Anleger somit weniger als den Nennwert der Aktienanleihe zurückerhalten. Steigt der Kurs des Basiswerts jedoch über den Basispreis, notiert die Aktienanleihe bei 100 Prozent oder darüber, da in diesem Fall eine Ausbezahlung des Nennwerts wahrscheinlich ist. Da dieser jedoch nur zu 100 Prozent zurückbezahlt werden kann, sind Kurse der Aktienanleihe über 100 Prozent nicht der Entwicklung des Basiswerts sondern den noch fälligen Zinszahlungen geschuldet.

Implizite Volatilität

Als implizite Volatilität wird die erwartete Schwankungsbreite des Basiswerts bezeichnet. Je größer diese ist, desto höher ist auch der Kupon, der bei der Emission für die Aktienanleihe festgesetzt wird. Steigt nun während der Laufzeit der Aktienanleihe die implizite Volatilität des Basiswerts an, wird also für diesen eine größere Schwankungsbreite erwartet, dann sinkt im Gegenzug der Kurs der Aktienanleihe. Sinkt die implizite Volatilität des Basiswerts hingegen, steigt der Kurs der Aktienanleihe. Grund dafür ist der Kupon der Aktienanleihe, der unverändert bleibt. Bei einer Änderung der impliziten Volatilität des Basiswerts bieten Aktienanleihen, die sich schon im Handel befinden, somit schlechtere oder bessere Konditionen als vergleichbare neu emittierte Aktienanleihen.

Restlaufzeit

Je kürzer die Restlaufzeit einer Aktienanleihe ist, desto weniger Zeit hat der Basiswert, um über den Basispreis zu steigen oder unter diesen zu fallen. Notiert der Basiswert bereits über dem Basispreis wird es mit abnehmender Restlaufzeit unwahrscheinlicher, dass er darunter sinkt. Das wirkt sich positiv auf den Kurs der Aktienanleihe aus. Auf der anderen Seite wirkt es sich aber auch negativ auf den Kurs der Aktienanliehe aus, wenn der Basiswert bei abnehmender Restlaufzeit unter dem Basispreis notiert. Denn dann ist es unwahrscheinlicher, dass der Basiswert noch über den Basispreis steigt und die Aktienanleihe zum Nennwert und nicht durch Lieferung des Basiswerts getilgt wird.

Kapitalmarktzins

Die Attraktivität und somit der Kurs einer Aktienanleihe hängt aber auch vom allgemeinen Zinsniveau am Kapitalmarkt ab. Ändert sich dieses während der Laufzeit einer Aktienanleihe hat dies Einfluss auf deren Kurs. Wenn das allgemeine Zinsniveau gesenkt wird, steigt der Kurs der Aktienanleihe, da sie durch ihre hohe Verzinsung dadurch noch einmal attraktiver wird. Steigen die Kapitalmarktzinsen, verringert sich hingegen der Kurs der Aktienanleihe, da die Verzinsung im Vergleich zum allgemeinen Zinsniveau nicht mehr als hoch genug angesehen wird, um das damit verbundene Risiko zu tragen.

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