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Aktienanleihen, Aktienanleihe

Dirty und Clean

Wenn ein Anleger Aktienanleihen erst während der Laufzeit erwirbt, muss er neben dem Preis für die Aktienanleihe auch die während der schon verstrichenen Laufzeit aufgelaufenen Stückzinsen bezahlen, die dann dem Verkäufer der Aktienanleihe gutgeschrieben werden. Je nachdem, ob die Stückzinsen bereits in den Kurs der Aktienanleihe eingerechnet wurden oder noch extra dazu kommen, spricht man von dirty pricing oder clean pricing.

Beim dirty pricing sind die Stückzinsen bereits im Kurs der Aktienanleihe enthalten. Der Anleger muss sich beim Kauf der Aktienanleihe also keine Gedanken über zusätzliche Kosten machen. Dafür lassen sich die Kurse von Aktienanleihen mit dirty pricing jedoch aufgrund der unterschiedlich hohen angefallenen Stückzinsen praktisch nicht vergleichen und es ist für den Anleger auch nicht ersichtlich, bei wie viel Prozent des Nennwerts die Aktienanleihe aktuell notiert. Daher werden die Kurse von Aktienanleihen meist nicht "dirty" sondern "clean" ausgewiesen.

Beim clean pricing werden die Stückzinsen gesondert vom Kurs der Aktienanleihe ausgewiesen. Um den Gesamtkaufpreis der Aktienanleihe zu erhalten, müssen sie also noch zusätzlich zum Kurs betrachtet werden. Im clean pricing lassen sich die Kurse verschiedener Aktienanleihen dafür problemlos miteinander vergleichen und der Anleger sieht außerdem sofort, ob die Aktienanleihe über oder unter dem Nennwert notiert.

Bildquellen: Suppakij1017 / Shutterstock.com

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