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ETF

Smarter als der Index

Die Vorteile zweier Welten

Innerhalb des ohnehin schnell wachsenden ETF-Sektors hat sich in den letzten Jahren ein neues Teilsegment herausgebildet, dessen Dynamik noch höher ist. Die Rede ist von sogenannten Smart-Beta-ETFs, die vereinfacht gesagt die ETF-Vorzüge wie die regelbasierte, transparente und kostengünstige Indexnachbildung mit Vorteilen aktiver Fonds kombinieren und die deswegen von manchem als eine Mischform passiver und aktiver Anlagerformen betrachtet werden.

Der kleine Unterschied

Auch Smart-Beta-ETFs handeln regelbasiert und bilden einen gegebenen Index nach. Doch im Unterschied zu den klassischen ETFs werden die im Index enthaltenen Werte nicht wie sonst üblich nach der (Streubesitz-)Marktkapitalisierung gewichtet, sondern nach anderen Faktoren, denen in Wissenschaft und Praxis eine wichtige Rolle für die Rendite oder das Risiko eines Portfolios zugeschrieben wird. Gleichzeitig wird damit verhindert, dass hochbewertete Einzeltitel oder Branchen ein zu hohes Portfoliogewicht erlangen. So war der DAX im Zuge des New Economy-Booms zur Jahrtausendwende ausgesprochen technologielastig, während im Vorfeld der Finanzkrise die Finanzwerte das Marktkapitalisierungsranking anführten - in beiden Fällen mit schmerzhaften Folgen für die DAX-Anleger. Noch ausgeprägter können diese Ungleichgewichte in Schwellenlandindizes ausfallen, die in vielen Fällen von einigen Werten aus dem Finanz- und /oder dem Rohstoffsektor dominiert werden. Ebenfalls als problematisch wird die an der Marktkapitalisierung orientierte Gewichtung bei Anleihenindizes betrachtet, da sie denjenigen Schuldnern ein hohes Gewicht verleiht, die hohe Volumina am Markt aufgenommen haben, die also hohe Schulden und damit ein tendenziell höheres Ausfallrisiko aufweisen.

Zahlreiche Alternativen

Anstelle der Marktkapitalisierung zielen Smart-Beta-ETFs deswegen auf andere Faktoren ab, im Aktienbereich am weitesten verbreitet ist derzeit noch die Dividendenrendite, doch das Angebot wird laufend um weitere Alternativen erweitert. Zu den einfachsten gehören gleichgewichtete Indizes, die somit den kleineren Werten ein höheres Gewicht einräumen (im Vergleich zur Gewichtung nach der Marktkapitalisierung). Aber auch Aspekte wie Value (niedrige Bewertung), Momentum (positive Renditeentwicklung), Qualität (hohe Eigenkapitalrendite) und niedrige Volatilität (niedriges Risiko) finden immer häufiger Berücksichtigung. In neusten Smart-Beta-ETFs werden diese Faktoren zudem zunehmend in Kombination eingesetzt, um damit bestimmte Chancen-Risiko-Profile passgenau abzubilden. So können eher konservative Anleger zum Beispiel auf DAX-Produkte mit einer Höhergewichtung der niedrig bewerteten, dividendenstarken und vergleichsweise wenig volatilen Werte zurückgreifen, während risikofreudigere Naturen eher die Attribute Momentum und Größe bevorzugen dürften.

Hohe Dynamik

Dass eine solche Umgewichtung der Indizes signifikante Vorteile bringen kann, zeigen Rückrechnungen entsprechender Strategien. Einer solchen Rückrechnung von Bloomberg zufolge hat der nach dem Faktor Value (niedrige Bewertung) umgewichtete MSCI World seit dem Jahr 2000 um fast 400 Prozent und damit doppelt so stark wie das Original zugelegt. Vor diesem Hintergrund ist es wenig überraschend, dass die Investorennachfrage nach solchen Smart-Beta-ETFs hoch ist. Nach Berechnungen des Fondsgiganten Blackrock wächst das Marktsegment derzeit mit rund 40 Prozent und damit doppelt so schnell wie der gesamte ETF-Markt. Das weltweite Volumen der Smart-Beta-ETFs belief sich dieser Erhebung zufolge Ende Juli auf 255 Mrd. US-Dollar. Gleichzeitig dürfte auch das Angebot weiter zunehmen, in einer weltweit durchgeführten Befragung durch die Unternehmensberatung PWC sieht fast die Hälfte der befragten Produktentwickler und Strategen der Asset-Manager hier das wichtigste Innovationsfeld.

Wachsende Komplexität

Die verbesserten Investitionsoptionen, die von den Smart-Beta-ETFs geboten werden, bedeuten andererseits aber auch eine höhere Komplexität. Die Produkte weisen zwar immer noch die zentralen Vorzüge der klassischen ETFs auf, doch der Vorteil der sehr einfachen Struktur geht teilweise dadurch verloren. Um mit den neuen Varianten erfolgreich zu investieren, müssen die Anleger in der Lage sein, deren Eigenschaften und Vor- und Nachtteile zu verstehen. Darüber hinaus dürften einige Smart-Beta-ETFs ihre vorteilhafte Wirkung gegenüber dem Basisindex vor allem in bestimmten Marktphasen entfalten, was mit erhöhten Anforderungen an das Investmenttiming einhergeht. Auch kostenseitig sind die Smart-Beta-ETFs höher angesiedelt als die klassischen ETFs. Dennoch liegen die Kosten eines Smart-Beta ETFs deutlich unter den Kosten aktiv gemanagter Fonds.

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