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ETF

Herman Pfeifer im Interview über Lyxor

Die erste Hälfte des Jahres ist bereits wieder vorbei. Was können Sie uns zur Entwicklung bei Lyxor sagen?

Wir sind insgesamt sehr zufrieden. Seit Jahresbeginn konnten wir über sieben Milliarden Euro dazugewinnen und auch unseren Marktanteil erhöhen.

Gibt es dabei einen Fokus auf bestimmte Bereiche oder sogar einzelne ETFs, die von ihren Kunden besonders stark nachgefragt werden?

Im Mittelpunkt stehen ganz klar Aktien-ETFs. In der Anlageregion Europa wird dabei im Wesentlichen in den Euro STOXX 50, den MSCI Europe oder auch den französischen Aktienindex CAC 40 investiert. Aber auch Länder wie Indien und Japan waren auf der Aktienseite gefragt. Im Rentenbereich ist ein gewisses Interesse an inflationsgebundenen Anleihen zu beobachten.

Auch wenn Ihre Meinung als passives Haus womöglich nicht ganz objektiv ist: Werden aktive und passive Anlagestrategien dauerhaft nebeneinander existieren?

Meine Antwort wird womöglich überraschen, aber ich bin überzeugt, dass beide Ansätze grundsätzlich ihre Berechtigung haben. Richtig ist aber, dass sich Investoren mittlerweile sehr genau ansehen, in welchem Kontext welcher Ansatz am meisten Sinn ergibt - und natürlich freut es unser Haus, dass sie sich dabei immer öfter für ETFs entscheiden.

Auch sogenannte Smart Beta ETFs erfreuen sich großer Beliebtheit. Wie lautet Ihre Meinung und welche Rolle werden diese Produkte in Ihrem Angebot spielen?

So genannte Smart Beta-Produkte sind in der Tat ein aktueller Trend auf dem ETF-Markt, mittlerweile haben Anleger mehr als 10 Milliarden Euro in diese Produkte investiert. Die grundsätzliche Idee dabei ist es, ein bestimmtes Merkmal zu isolieren, das langfristig zu einer Outperformance gegenüber dem breiten Markt führen kann. Deshalb beziehen sich Smart Beta-ETFs auf Indizes, deren Gewichtung zwar regelbasiert ist, sich jedoch nicht nach der Marktkapitalisierung richtet. Vielmehr werden die in einem solchen Index enthaltenen Wertpapiere nach einem Faktor, wie zum Beispiel der Ertragsqualität oder der fundamentalen Bewertung eines Unternehmens, gewichtet. Der Smart-Beta-Ansatz kann daher zwischen dem üblichen passiven und aktiven Management angesiedelt werden; ETFs bieten dafür die optimalen Voraussetzungen für die praktische Umsetzung.

Wo sehen Sie das Wachstumspotenzial von ETFs?

ETFs werden weiter an Bedeutung gewinnen. Dies gilt insbesondere für den Bereich der privaten Geldanlage, wo passive Produkte bis dato noch deutlich unterrepräsentiert sind. In einigen Jahren werden ETFs aber auch bei Privatanlegern zum Standardrepertoire gehören.

Wie wichtig ist der deutschsprachige ETF-Markt für Lyxor?

Innerhalb Europas hat der deutschsprachige ETF-Markt erheblich zum Wachstum beigetragen. Seit vor 15 Jahren hierzulande der erste ETF an der Börse Frankfurt gelistet wurde, hat sich der Markt kontinuierlich weiterentwickelt. Und aus meiner Sicht spricht vieles dafür, dass diese Erfolgsgeschichte weitergeht. Für Lyxor ist der deutschsprachige Raum einer der, wenn nicht der wichtigste europäische Absatzmarkt, dementsprechend investieren wir hier auch kontinuierlich weiter.

Welche Produkttrends können wir noch erwarten?

Neue Strategien werden wir vor allem bei Anleihe-ETFs sehen, denn hier gibt es noch Nachholbedarf. Auch bei Smart Beta Produkten wird es neue Entwicklungen geben, insbesondere bei Strategien, die Investoren Markt-Timing-Fragen abnehmen.

Bei diesen Inhalten handelt es sich um eine reine Werbemitteilung.

Bildquellen: Odua Images

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