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ETF

Vor- und Nachteile der ETFs

Zahlreiche Vorteile

Die hohen Zuflüsse in ETFs kommen nicht von ungefähr. Sie sind vielmehr die Folge aus einer Kombination von handfesten Vorteilen, die den Investoren eine zielgerichtete Anlage merklich vereinfachen und verbilligen.

Diversifikation und Handelbarkeit

Der wichtigste Vorteil besteht in der Möglichkeit, mit einem einzigen Wertpapier die Performance aller in dem betreffenden Index enthaltenen Werte abzubilden und somit das Risiko zu verteilen. Diesen Diversifikationseffekt, der sich auch mit einem aktiven Fonds oder einem Indexzertifikat erreichen ließe, verbindet das ETF-Konzept mit zwei weiteren positiven Attributen. Das eine ist der laufende Börsenhandel, der im Unterschied zu der täglichen Kursfeststellung bei einem "normalen" Fonds dem Investor eine deutlich erhöhte Flexibilität bietet. Der andere Faktor, der vor allem in Abgrenzung zu Indexzertifikaten eine wichtige Rolle spielt, ist die Fondseigenschaft. Diese bedeutet, dass die Anlagegelder in einem vom Betriebsvermögen des Emittenten getrennten Sondervermögen gehalten werden und somit vor dessen Insolvenz grundsätzlich geschützt sind. Demgegenüber stellen Zertifikate rechtlich Schuldverschreibungen des Emittenten dar und sind mit entsprechenden Risiken behaftet.

Kontrahentenrisiko begrenzt

Gänzlich ausgeschlossen ist dieses Risiko allerdings auch bei ETFs nicht. Durch den Rückgriff auf Swaps zur Imitierung der Indexentwicklung bzw. durch die Nutzung der Wertpapierleihe zur Reduktion der Performanceabweichung besteht, in deutlich geringerem Umfang, auch für die ETF-Anleger das Risiko, dass die Insolvenz des jeweiligen Geschäftspartners des Fondsemittenten zu Verlusten führen kann. Allerdings ist der Einsatz solcher Instrumente gesetzlich beschränkt und wird von den meisten Emittenten nicht ausgenutzt. Darüber hinaus haben einige Emittenten einen zusätzlichen Sicherungsmechanismus installiert, indem sie den Swap auf täglicher Basis glattstellen.

Geringere Kosten

Durch den Verzicht auf aktives Management gestaltet sich die Verwaltung des Fondsvermögens vergleichsweise einfach und kann sehr günstig umgesetzt werden. Den Kostenvorteil geben die ETF-Anbieter an die Anleger weiter. Während für einen aktiv gemanagten Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland mit einem Ausgabeaufschlag von drei bis fünf Prozent sowie mit jährlichen Verwaltungs- und Managementgebühren zu rechnen ist, fällt dies bei einem ETF kaum ins Gewicht: Der Lyxor ETF auf den DAX kostet zum Beispiel pro Jahr lediglich 0,15 Prozent. Allerdings fallen beim Kauf wie bei einer Aktie die üblichen Börsen- und Limitgebühren an. Die niedrigen Kosten sind gerade für Anleger mit kleineren Investitionssummen wichtig, da sie auf diese Weise kostengünstig einen diversifizierten Investmentansatz umsetzen können.

Hohe Transparenz

Durch die Orientierung an einem vorgegebenen Index ist die Wertentwicklung sehr transparent, der Wertpapierbestand eines Indexfonds kann zudem täglich eingesehen werden. Demgegenüber erfahren Anleger von klassischen Investmentfonds oft erst im Jahresbericht, welche Positionen gehalten wurden.

Große Angebotsvielfalt

Für ETFs spricht inzwischen auch die große Angebotsvielfalt, die es ermöglicht, mittels dieser kostengünstigen und transparenten Instrumente verschiedene Anlagestrategien abzubilden. Die Palette erstreckt sich über nahezu sämtliche wichtigen Asset-Klassen, Regionen und Branchen sowie über gängige Anlagestrategien wie Value oder Dividenden und Anlagethemen wie Nachhaltigkeit oder ethische Konformität.

Keine Outperformance möglich

Weniger geeignet sind ETFs hingegen für Anleger, die in den adressierten Märkten eine Überrendite anstreben. Diese ist mit Hilfe der ETFs im Normalfall nicht zu erzielen, der Fonds folgt dem Index, auch im Fall von Verlusten. Eine aktive Verlustbegrenzung, wie sie bei klassischen Fonds durch rechtzeitige Umschichtungen theoretisch erreicht werden können, ist hier nicht vorgesehen. Auch sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass die Abbildung eines Index angestrebt, aber nicht garantiert wird, dass also auch ein ETF eine Underperformance aufweisen kann (Tracking Differenz). Schließlich gilt es zu beachten, dass Anlagen in ETFs den üblichen Marktrisiken der jeweiligen Asset-Klasse ausgesetzt sind, es besteht kein Kapitalschutz. Das gilt auch für das Währungsrisiko bei ETFs, die einen Index aus einem anderen Währungsraum nachbilden. Sofern die konkrete ETF-Konstruktion keine Währungsabsicherung vorsieht, tragen die Anleger das volle Währungsrisiko.

Bei diesen Inhalten handelt es sich um eine reine Werbemitteilung.

Bildquellen: Thomas Bethge / Shutterstock

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