ATX 3 334 -0,5%  Dow 24 544 0,7%  Nasdaq 6 400 0,1%  Euro 1,1733 -0,4% 
ATX P 1 686 -0,2%  EStoxx50 3 600 0,5%  Nikkei 22 866 -0,3%  CHF 1,1628 -0,4% 
DAX 13 184 0,5%  FTSE100 7 500 0,6%  Öl 63,5 -2,0%  Gold 1 241 -0,1% 
Ausgemachte Sache
Experten rechnen fest mit Zinserhöhung in den USA
Für fast alle der 90 von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Bankvolkswirte ist die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch (13. Dezember) eine ausgemachte Sache.» mehr

EURIBOR

Die European Interbank Offered Rate, kurz Euribor, ist der Zinssatz, den europäische Banken voneinander beim Handel von Einlagen erheben. Die festgelegten Laufzeiten liegen bei einer Woche sowie zwischen einem und zwölf Monaten. Der Euribor gilt als wichtigster Referenzzinssatz bei Krediten, insbesondere Euro-Anleihen. Täglich melden bis zu 43 Kreditinstitute, darunter zehn deutsche Banken Angebotssätze, auch Briefsätze oder Offered-Rates genannt, für Ein- bis Zwölfmonatsgelder um 11:00 Uhr Brüsseler Zeit an einen Informationsanbieter. Der Euribor wird täglich veröffentlicht. Der Euribor bildet sowohl für kurzfristige Kredite die Verhandlungsbasis, als auch eine wichtige Informationsquelle für die Anlage von Festgeldern, um mit der Bank über die Höhe des Festgeldzinses verhandeln zu können. Banken verleihen hierbei so genanntes Eurogeld, dessen Kreditlaufzeit ein, zwei, drei oder sechs Monate beträgt und erheben hierbei meist zum Euribor-Zinssatz einen Aufschlag von 0,5 bis 2 Prozentpunkte.

Über Zinsen

Unter Zinsen ist ein Entgelt zu verstehen, welches für einen bestimmten Sachgegenstand oder ein Darlehen über einen bestimmten Zeitraum zu entrichten ist. Zinsen hat der Schuldner somit dem Gläubiger zu zahlen. Die Höhe der Zinsen wird meist nach Angebot und Nachfrage bestimmt. Der Zins auch Zinssatz genannt wird hierbei in Prozent für einen bestimmten Zeitraum, wie Monat oder Jahr, angegeben. Zu den wichtigsten Zinsen gehören die der Zentral- und Notenbanken. Diese nutzen Zinsen als Finanzinstrumente ihrer Geldpolitik, um die Preise stabil zu halten und Inflation einzudämmen. Als Geldmarktzinsen werden die Zinsen bezeichnet, welche für die Bargeldaufnahme am Kapitalmarkt bezahlt werden müssen. Dieser Zins wird besonders zwischen Banken untereinander oder zwischen Geldinstituten und der Zentralbank als Leitzins wichtig. Zu den Zentralbankzinssätzen zählen neben dem Leitzins - auch Hauptrefinanzierungsinstrument genannt - die Spitzenrefinanzierungsfazilität sowie Diskont- und Lombardsatz. Der Kapitalmarktszins bezeichnet indes den Zinssatz für langfristige Buchgeldkredite auf dem Geldmarkt. Weitere Marktzinssätze von grosser Bedeutung sind die European Interbank Offered Rate, kurz Euribor, der Zinssatz, den europäische Banken voneinander beim Handel von Einlagen erheben und der Euro Overnight Index Average, kurz EONIA, der Tagesgeldzinssatz für die Europäische Gemeinschaftswährung Euro. Hinzu kommt die London Interbank Offered Rate, kurz Libor, welche den Referenzzinssatz im Interbankengeschäft darstellt. Zu Bank- und Sparkassenzinsen gehören Kreditzinsen, Sparzinsen sowie Hypothekenzinsen. Weitere wichtige Zinsen sind auch Baufinanzierungszinsen, Zinsen für Festgeld sowie Tagesgeldzinsen.