Deutsche Post Ausblick aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.at übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.


Während die Geschäfte bei Post & Paket Deutschland und den DHL-Divisionen Supply Chain und eCommerce Solutions bislang nur marginal von der Corona-Krise betroffen sind, spürt der Konzern bei Global Forwarding und bei Express die Auswirkungen aktuell deutlicher. Deshalb hat das Unternehmen seine Prognose für das Konzern-EBIT für 2020 in Höhe von mehr als 5 Milliarden Euro unter Vorbehalt eines noch nicht abschließend quantifizierbaren Effekts aus den Corona-induzierten Folgen gestellt. Darüber hinaus rechnet Deutsche Post DHL Group mit Aufwendungen zwischen 300 und 400 Millionen Euro aufgrund der im Februar getroffenen Entscheidung zum StreetScooter. Die im Oktober mit der "Strategie 2025" ausgegebenen mittelfristigen Ergebnis- und Investitionsziele hat Deutsche Post DHL Group bestätigt: Demnach soll das Konzern-EBIT im Jahr 2022 auf mindestens 5,3 Milliarden Euro steigen. Die Investitionen (Capex) sollen im Zeitraum von 2020 bis 2022 kumuliert 8,5 bis 9,5 Milliarden Euro betragen. Die Cashflow-Prognose hat der Konzern angehoben: Für den Zeitraum von 2020 bis 2022 prognostiziert das Unternehmen nun einen kumulierten Free Cashflow von 5,0 bis 6,0 Milliarden Euro (zuvor 4,5 bis 5,5 Milliarden Euro). Um diese Ziele zu erreichen, wird das Unternehmen, wie in der Strategie 2025 verankert, das Wachstum in den profitablen Kerngeschäften forcieren und die digitale Transformation in allen Unternehmensbereichen beschleunigen.

Update 7.04.2020: In seiner heutigen Sitzung hat der Vorstand entschieden, die bisherige Ergebnisprognose für das Jahr 2020 nicht mehr aufrechtzuerhalten. Sobald eine Stabilisierung der Entwicklungen in den wichtigen Volkswirtschaften absehbar ist und eine verlässlichere Basis für detaillierte Ergebnisprognose gegeben ist, werden wir dem Markt eine neue Prognose kommunizieren. Jedoch bestätigen wir auch aus heutiger Sicht unsere bestehende mittelfristige Prognose für ein Konzern-EBIT von mindestens €5,3 Milliarden für das Jahr 2022. Ebenso haben unsere kumulierte Capex- und Free Cashflow-Prognosen 2020 bis 2022 weiter Bestand, stehen jedoch unter dem Vorbehalt eines Pandemie-bedingten Effektes auf den Free Cashflow im laufenden Jahr.

Update 7.07.2020: Das berichtete Konzern-EBIT wird zwischen EUR 3,5 Milliarden und EUR 3,8 Milliarden erwartet. Darin enthalten sind die bereits avisierten Aufwendungen für die StreetScooter-Neuausrichtung von rd. EUR 400 Millionen, die einmalige Prämienzahlung von rd. EUR 200 Millionen im dritten Quartal, sowie die oben genannten Sonder-Abschreibungen von rd. EUR 100 Millionen. Der Bereich Post & Paket Deutschland, auf den etwa ein Drittel der Prämienzahlung entfällt, erwartet ein EBIT von rd. EUR 1,5 Milliarden. Die DHL-Bereiche erwarten einschließlich aller genannten Effekte ein EBIT zwischen EUR 2,8 Milliarden und EUR 3,1 Milliarden. Für die Corporate Functions wird einschließlich der StreetScooter-Effekte ein Ergebnis von rd. EUR -750 Millionen prognostiziert. Für das Gesamtjahr wird bei Brutto-Investitionen (ohne Leasing) von insgesamt rd. EUR 2,9 Milliarden ein Free Cashflow von rd. EUR 1,4 Milliarden erwartet. Hierin inkludiert sind neben allen bereits erwähnten Sondereffekten auch rund EUR 300 Millionen für das 777 Erneuerungsprogramm der Express Interkontinentalflotte.

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