Merck Ausblick aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.at übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.


Update 14.05.2020: Aufgrund der hohen Ungewissheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Covid-19-Pandemie erfolgt die Prognose des Unternehmens unter einer deutlich erhöhten Unsicherheit als üblich. Ihr liegen folgende Annahmen zugrunde: Für China rechnet Merck damit, dass die Covid-19-Pandemie zum Ende des 1. Quartals ihren Höhepunkt erreicht hat und sich damit ab dem 2. Quartal eine deutliche Entspannung der Lage einstellt. Für Europa sowie die USA erwartet das Unternehmen den Höhepunkt der Pandemie erst im 2. Quartal; bis zum Ende des 3. Quartals sollte sich das Ausbruchsgeschehen in diesen Märkten wieder normalisiert haben. Ferner wird in der nachstehenden Prognose keine mögliche zweite Ausbruchswelle in einer der genannten Regionen berücksichtigt. Auf Basis dieser Annahmen erwartet Merck für das Gesamtjahr 2020 einen leichten bis moderaten organischen Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber Vorjahr. Den Portfolioeffekt aus der Akquisition von Versum Materials, der in den ersten drei Quartalen berichtet wird, erwartet das Unternehmen unverändert im mittleren einstelligen Prozentbereich. Zudem rechnet Merck mit einer leicht unvorteilhaften bis stabilen Währungsentwicklung von –2 % bis +1 %, die auf die Währungen zahlreicher Wachstumsmärkte insbesondere in Lateinamerika zurückzuführen sein dürfte. Abgeschwächt werden sollte dieser Effekt von einer vorteilhaften Entwicklung des €/US-Dollar-Kurses, den Merck im Bereich von 1,08 bis 1,12 sieht. Insgesamt prognostiziert das Unternehmen für das Jahr 2020 daher Umsatzerlöse von 16,8 bis 17,8 Mrd. €. Das EBITDA pre des Konzerns im Jahr 2020 dürfte sich in einem Korridor zwischen 4,35 und 4,85 Mrd. € bewegen. Aufgrund starker Einschränkungen des Wirtschaftslebens und sinkender Einkommen im Rahmen der Covid-19-Pandemie mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Geschäfte rechnet Merck mit einer lediglich stabilen organischen Entwicklung. Der Portfolioeffekt aus der Übernahme von Versum Materials, den das Unternehmen weiterhin im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet, dürfte zu einer leichten Margenverbesserung des Konzerns führen. Die prognostizierte Währungsentwicklung wird das EBITDA pre im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich leicht zwischen –3 % bis 0 % belasten.

Update 6.08.2020: Für das Gesamtjahr 2020 erwartet Merck einen leichten bis moderaten organischen Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen rechnet weiterhin damit, dass Life Science ein wesentlicher Treiber dieses organischen Wachstums sein wird. Unter dem Eindruck der Covid-19-Pandemie geht Merck für den Unternehmensbereich Healthcare im Jahr 2020 von einem leichten organischen Anstieg der Umsatzerlöse aus, wohingegen sie im Performance-Materials-Geschäft organisch moderat bis stark sinken dürften. In den ersten drei Quartalen wird der Effekt aus der Akquisition von Versum Materials als Portfolioeffekt berichtet, den das Unternehmen auf Gruppen-Ebene unverändert im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Zudem rechnet Merck mit einem Währungseffekt von -2 % bis 0 %. Insgesamt prognostiziert das Unternehmen für den Merck-Konzern daher Umsatzerlöse von 16,9 bis 17,7 Mrd. € im Jahr 2020. Das EBITDA pre des Konzerns im Jahr 2020 sollte sich in einem Korridor zwischen 4,45 und 4,85 Mrd. € bewegen. Damit rechnet Merck entgegen der Erwartungen im 1. Quartal nunmehr mit einem leichten bis moderaten organischen Wachstum. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen starkes organisches Wachstum in Life Science und eine stabile Entwicklung bei Healthcare, während es für Performance Materials mit einem organischen Rückgang im niedrigen prozentualen Zehnerbereich rechnet. Der Portfolioeffekt aus der Übernahme von Versum Materials liegt voraussichtlich weiterhin im mittleren einstelligen Prozentbereich und dürfte die Marge des Konzerns leicht positiv beeinflussen. Die erwartete Währungsentwicklung wird das EBITDA pre des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich zwischen -4 % bis -2 % belasten und sich insbesondere in den Geschäften von Healthcare und Life Science niederschlagen. Das Ergebnis je Aktie pre erwartet das Unternehmen in der Spanne zwischen 5,60 € und 6,25 €.

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