Geändert am: 17.11.2017 17:51:14

ATX und DAX schließen im Minus - Anleger scheuen vor dem Wochenende das Risiko

Der ATX rutschte nach einem knapp behaupteten Start schnell ins Minus ab und beendete den Freitagshandel um 0,52 Prozent schwächer bei 3.314,70 Punkten.

Auch an Europas Leitbörsen ging es zum Wochenschluss bergab, ein stärkerer Euro lastete auf den Kursen, insbesondere bei exportabhängigen Unternehmen. Aktuelle Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi hatten kaum Einfluss auf die Märkte. Draghi sagte, er erwarte weiterhin kein rasches Ende der ultralockeren Geldpolitik im Euroraum.

Die Berichtssaison in Wien legte vor dem Wochenende indes eine kleine Pause ein, so dass marktbewegende Impulse ausblieben. Nächste Woche geht es dann mit den Ergebnissen von Schoeller-Bleckmann sowie von einigen Immobilienwerten weiter.

DAX rutscht wieder unter 13.000-Punkte-Marke

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt sind am Freitag wieder vorsichtig geworden. Der deutsche Leitindex DAX schloss mit einem Verlust von 0,41 Prozent bei 12.993,73 Zählern, nachdem er gerade einmal 0,03 Prozent höher bei 13.051,71 Indexpunkten eröffnet hatte.

Die am Donnerstag eingeleitete Erholung nach fünf Verlusttagen ist damit schon wieder beendet. Vor dem Wochenende seien die Anleger wieder vorsichtiger geworden, zumal der schwankende Eurokurs ein bedeutender Unsicherheitsfaktor sei, sagte ein Börsianer.

Die Gefahr erneuter Rückschläge besteht für den DAX nach wie vor, warnten Marktbeobachter. Insbesondere eine Rally des Euro über 1,20 Dollar könnte laut Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader zum Problem werden. Analyst Timo Emden von DailyFX Germany schrieb: "Womöglich befindet sich der DAX lediglich in einer kurzen Verschnaufpause."

Zu den Risiken für den deutschen Aktienmarkt zählt dabei auch das Thema Jamaika-Bündnis. CSU, CDU, FDP und Grüne, die am Freitagmorgen ihre Gespräche über einen Einstieg in Koalitionsverhandlungen unterbrochen hatten, kamen am Freitagmittag zu einer neuen Runde zusammen. In den zentralen Streitpunkten wie Zuwanderung, Klimaschutz und Finanzen sind sie aber immer noch weit von einer Lösung entfernt.

Redaktion finanzen.at / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at

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