Jetzt neu! Crypto CFDs von Plus500 auf Axie Infinity, Chainlink, Uniswap & Filecoin. Jetzt in der Demo kostenlos ausprobieren!*-w-
Verfassungsgerichtsurteil 01.06.2022 17:11:00

Addiko-Aktie stabil: Entscheidung bei slowenischen Franken-Krediten noch heuer erwartet

Addiko-Aktie stabil: Entscheidung bei slowenischen Franken-Krediten noch heuer erwartet

Der slowenische Verfassungsgerichtshof wolle den Fall "rasch" - also in etwa drei bis neun Monaten bearbeiten. "Wir gehen davon aus, dass wir heuer ein Ergebnis bekommen", sagte Juranek am Mittwoch.

Die Addiko Bank mit Sitz in Wien ist 2015 aus den Hypo-Alpe-Adria-Südosteuropabanken hervorgegangen. Seit 2019 notiert das Institut an der Wiener Börse.

Laut dem CEO stehen die Chancen für die Banken in der Slowenien-Causa dabei gut. Die Juristen der Addiko Bank, aber auch internationale Juristen seien sich einig, dass das Gesetz nach der derzeitigen Rechtsprechung vom Gerichtshof gekippt werden müsse.

Das slowenische Parlament hatte im Februar ein Gesetz beschlossen, das Kreditgeber zur rückwirkenden Einführung einer Wechselkursobergrenze von 10 Prozent für alle solchen Vereinbarungen für Franken-Kredite verpflichtet, die zwischen Juni 2004 und Ende 2010 abgeschlossen wurden. Die Addiko Bank - sowie mehrere slowenische Banken - hatten dagegen Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof eingereicht.

Für den schlimmsten Fall hatte die Bank damals mit Kosten von 100 bis 110 Mio. Euro gerechnet. Das würde ein Nettoverlust für das laufende Geschäftsjahr 2022 bedeuten. Auch die Dividende für 2021 wurde gestrichen.

Derzeit ist jedoch eine einstweilige Verfügung zu dem Gesetz in Kraft, es liegt also auf Eis. Sollte das Gesetz gekippt werden, will Juranek auch wieder über eine Dividendenausschüttung nachdenken.

Generell sieht der Bankchef die Addiko Bank aber trotz makroökonomischer Hürden wie der hohen Inflation gut aufgestellt. Der Schwerpunkt der Bank liege derzeit auf dem laufenden Transformationsprozess. Die Addiko Bank will sich stärker auf Privatkunden und Kleinbetriebe spezialisieren, das Portfolio für mittlere und Großunternehmen soll weiter abgebaut und in den nächsten Jahren auf bis zu 10 Prozent des Gesamtportfolios reduziert werden. Derzeit liege die Quote bei rund einem Viertel.

Mittelfristig schließt Juranek eine Expansion in weitere Märkte "in der unmittelbaren Geographie" aber nicht aus. Die Bank ist derzeit in Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro tätig. Auch ein Aufbau eines operativen Geschäfts in Österreich sei laut Juranek denkbar, aktuell stehe aber der laufende Portfolio-Umbau in den Kernländern im Fokus.

In Wien verharrt die Addiko-Aktie zwischenzeitlich bei 10,40 Euro.

bel/cri

APA

Weitere Links:


Bildquelle: BalkansCat / Shutterstock.com