Vorsichtiger Ausblick 05.03.2020 15:20:00

Addiko Bank schlägt für 2019 wie geplant 40 Mio. Euro Dividende vor

Addiko Bank schlägt für 2019 wie geplant 40 Mio. Euro Dividende vor

Und das obwohl der Nettogewinn des Jahres nur 35,1 Mio. Euro betrug, geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Finanzbericht hervor. Für 2018 waren im Vorjahr 50 Mio. Euro ausbezahlt worden.

In den kommenden Jahren soll die Dividende 60 Prozent des den Aktionären zurechenbaren Nettogewinns betragen. Im übrigen bestätigte der Finanzbericht die Anfang Februar veröffentlichten vorläufigen Zahlen. Das Institut weist unverändert ein hartes Kernkapital (CET1) von 17,7 Prozent aus. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) habe zwar ein Kernkapital von 18,6 Prozent vorgegeben (abgesenkt von ursprünglich 18,8 Prozent), vorerst aber noch keinen Zeitpunkt vorgeschrieben, bis zu dem dieser Wert zu erreichen wäre.

Das Management der Addiko-Bank hofft auf eine Absenkung der Vorgabe (Guidance), wenn sich die Finanz- und Risikozahlen weiter positiv entwickeln. Die neue Guidance soll im Herbst 2020 folgen. Das verpflichtende Mindestkapital von 14,6 Prozent werde jedenfalls übererfüllt, so das Management der Bank. In der Hoffnung auf einen doch niedrigeren Kapitalbedarf hat die Bank auch nicht wie im Herbst 2019 angekündigt 100 Mio. Euro Nachrangkapital aufgenommen. Dieser Schritt würde erst gesetzt, wenn Klarheit über die Forderungen der FMA bestehen, sagt das Management der Addiko Bank.

Für 2020 geht die Addiko Bank zwar von einem weiteren Wachstum in den Ländern aus, in denen sie aktiv ist. Es werde aber wohl nicht mehr das Niveau von 2018 erreichen. Die Bank geht nun von einer Nettozinsmarge von etwa 3,8 Prozent (statt 4,0 Prozent) und einer Eigenkapitalrendite von 9,5 Prozent (statt über 12 Prozent) aus. Das Provisionsergebnis soll um etwa 10 Prozent wachsen. Die Addiko Gruppe hat sechs Tochterbanken in Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (zwei Banken), Serbien und Montenegro mit 179 Filialen und 800.000 Kunden. Die Addiko Bank ist aus dem Balkangeschäft der früheren Hypo Alpe Adria hervorgegangen.

APA

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