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30.06.2016 15:20:00

Alpbach-Prognose - Bank-Experten lagen wieder ziemlich daneben

Auch heuer liegen Ökonomen von Großbanken mit ihren im Herbst 2015 in Alpbach vorgestellten Zins- und Währungsprognosen wieder ziemlich daneben. Sowohl was die Entwicklung der Zinsen als auch der wichtigsten Währungen und des Ölpreises betrifft, errieten sie meistens nicht einmal den richtigen Trend, ergab die Überprüfung der Alpbacher Zins- und Währungsprognose vom Oktober 2015.

Die Zinsprognosen der Bankexperten für Euro und US-Dollar vielen durchwegs zu positiv aus. Bei den Euro-Wechselkursprognosen wurde ein schwächere statt eines stabilen Schweizer Franken vorhergesagt, die tschechischen Krone und der ungarische Forint wurden richtig mit gleichbleibend vorhergesehen. Dagegen wurde eine Aufwertung des US-Dollar überschätzt, die deutliche Aufwertung des japanischen Yen zum Euro unterschätzt. Die Ölpreisentwicklung wurde zu freundlich angenommen.

Für Ende Juni 2016 hatten die Experten im Durchschnitt für den 3-Monats-Euro-Geldmarkt ein gleichbleibendes Zinsniveau von -0,06 Prozent prognostiziert. Tatsächlich sanken die Zinsen hier aber deutlich auf -0,28 Prozent. Im zehnjährigen Euro-Bereich erwarteten die Ökonomen von 0,87 Prozent im Oktober 2015 auf 1,31 Prozent steigende Zinsen, tatsächlich gingen sie auf 0,38 Prozent zurück, geht aus den von der Raiffeisen Bank International (RBI) zur Verfügung gestellten aktuellen Werten von heute, Donnerstag, hervor.

Auch bei den Dollar-Zinsen sieht die Bilanz nicht viel besser aus: Statt von 0,32 auf die prognostizierten 1,00 Prozent zu steigen, stiegen sie nur auf 0,63 Prozent. Im zehnjährigen Bereich stiegen die Dollar-Zinsen ebenfalls nicht wie erwartet auf 2,81 Prozent, sondern fielen sogar auf 1,39 Prozent.

Beim Euro-Dollar-Wechselkurs wurde zwar der Trend richtig erraten, der tatsächliche Rückgang von 1,1266 auf 1,1125 Dollar fiel aber weniger stark aus als die prognostizierten 1,08 Dollar. Nicht eingetroffen ist auch die erwartet leichte Abschwächung des Schweizer Franken zum Euro. Statt wie erwartet auf 1,0975 zu steigen, blieb er bei 1,089 stabil. Auch beim japanischen Yen griffen Experten kräftig daneben. Sie rechneten mit einer relativ stabilen Kursentwicklung von 138,63, tatsächlich sank der Wechelskurs auf 114,4 Yen.

Bei den osteuropäischen Währungen trafen die Prognosen zur tschechischen Krone und dem ungarischen Forint zu, der Wechselkurs des polnischen Zloty stieg dagegen von 4,23 auf 4,42. Erwartet wurde dagegen ein leichter Rückgang auf 4,17.

Deutlich daneben lagen die Experten auch, was die Entwicklung des Ölpreises betraf. Sie prognostizierten einen Anstieg des Brent-Preises von 51,62 auf 61 US-Dollar, tatsächlich kostete das Barrel Brent heute knapp 50 Dollar.

(Schluss) ggr/tsk

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