Microsoft Aktie
WKN: 870747 / ISIN: US5949181045
| Dynamischer Markt |
13.03.2026 22:22:00
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Analysten-Check: Warum die UBS bei Aktien von NVIDIA, Micron und AMD genau hinschaut
• UBS empfiehlt NVIDIA, Micron und AMD zum Kauf
• Unterschiedliche Wachstumstreiber bei den drei Branchengrößen
In einer aktuellen Analyse hat die schweizerische Großbank der UBS die drei führende US-Chipkonzerne NVIDIA, Micron und AMD neu bewertet und die Kursziele teilweise angepasst. Zwar bleibt Analyst Timothy Arcuri grundsätzlich optimistisch für alle drei Titel, jedoch setzt er unterschiedliche Schwerpunkte bei den Wachstumstreibern.
NVIDIA-Aktie: Starke Netzwerkaussichten
Der Experte bekräftigt nach Angaben von TipRanks die Kaufempfehlung für den KI-Chipmarktführer NVIDIA. Laut der Analyse sieht Arcuri weiterhin deutliche Wachstumsperspektiven, insbesondere im Netzwerkgeschäft des Unternehmens. Deshalb bleibt auch das Kursziel für die Aktie bei 245 US-Dollar, was ein Aufwärtspotenzial von rund 25,45 Prozent impliziert, basierend auf dem Schlusskurs vom 09. März.
Der Analyst verweist dabei auf Gespräche mit dem Management des Unternehmens. Laut Colette Kress, der Finanzchefin des Konzerns, planen große Cloud-Anbieter ihre Rechenkapazitäten langfristig weiter auszubauen, was auf eine weiterhin hohe Nachfrage nach Rechenleistung hinweise. Die Bilanzen und Cashflows der Hyperscaler seien weiterhin robust, was es ihnen ermögliche, kräftig zu investieren.
Ein zusätzlicher Wachstumstreiber könnte laut der Analyse das Netzwerkgeschäft sein. NVIDIA sei bereits der weltweit führende Anbieter in diesem Segment und wolle bis Jahresende alle anderen Netzwerkchip-Hersteller zusammen übertreffen, berichtet TipRanks unter Berufung auf den Analystenbericht. Zudem liege die Bruttomarge derzeit bei rund 71 Prozent und nähere sich dem vom Management genannten Maximalziel von 75 Prozent.
Micron-Aktie: Profiteur von Speicherknappheit
Für den Speicherchiphersteller Micron Technology zeigt sich die UBS ebenfalls positiv. Die Bank hat laut Investing.com ihr Kursziel für die Aktie auf 475 US-Dollar angehoben - zuvor lag es bei 450 US-Dollar - und die Kaufempfehlung bestätigt. Basierend auf dem Schlusskurs vom 09. März bedeutet die ein Aufwärtspotential von 18,04 Prozent.
Der Schritt basiert auf einer weiterhin angespannten Angebotslage bei Speicherchips. Laut Analyst Timothy Arcuri deuten Branchenchecks darauf hin, dass sich die Preisentwicklung sowohl bei DRAM- als auch bei NAND-Speichern weiter verbessert. Die UBS geht davon aus, dass Engpässe bis in die zweite Hälfte des Jahres 2027 und möglicherweise bis 2028 anhalten könnten.
Als Gründe nennt die Analyse unter anderem fehlende Produktionskapazitäten, lange Lieferzeiten für Anlagen sowie einen Mangel an qualifizierten Ingenieuren zur Installation und Inbetriebnahme neuer Fertigungstechnologie. Gleichzeitig werde ein Großteil neuer Produktionskapazitäten für High-Bandwidth-Memory (HBM) genutzt, was das Angebot bei anderen Speicherarten zusätzlich verknappe.
Die Schweizer Bank prognostiziert deshalb deutlich steigende Gewinne: Sie erwartet einen Gewinn pro Aktie von etwa 60 US-Dollar im Jahr 2026, während der Marktkonsens derzeit bei etwa 40 US-Dollar liege. Für 2027 sieht die UBS sogar annähernd 85 US-Dollar je Aktie, verglichen mit etwa 48 US-Dollar laut Konsensschätzung.
AMD-Aktie: Langfristige Chancen in KI-Rechenzentren
Auch für Advanced Micro Devices (AMD) bleibt die Bank grundsätzlich positiv gestimmt. Laut TipRanks sieht Analyst Arcuri langfristige Wachstumsmöglichkeiten durch die steigende Nachfrage nach KI-Rechenleistung in Rechenzentren. Zwar hat die UBS das Kursziel für die Aktie leicht von 330 auf 310 US-Dollar reduziert, trotzdem impliziert die Bewertung weiterhin ein erhebliches Aufwärtspotenzial von etwa 34,6 Prozent (Stand: Schlusskurs vom 09.03.2026).
Der Analyst verweist auf mögliche zusätzliche Großkunden. AMD habe neben den bestehenden Partnern OpenAI und Meta einen möglichen dritten Kunden mit sehr großen Rechenzentrumsprojekten angedeutet. Arcuri hält es laut Bericht für möglich, dass es sich dabei um Microsoft handelt.
Der Analyst sieht AMD als solide Wette vor allem ab der zweiten Jahreshälfte 2026, wenn größere Lieferungen neuer Chipgenerationen beginnen.
Drei KI-Chipaktien mit unterschiedlichen Treibern
Die Analyse von UBS zeigt, dass der KI-Halbleitermarkt aus Sicht der Bank mehrere Gewinner haben könnte. Während NVIDIA vor allem von seiner dominanten Position bei KI-Beschleunigern und der wachsenden Nachfrage nach Netzwerkchips profitiert, steht Micron wegen struktureller Engpässe bei Speicherchips und steigender Preise im Fokus. AMD wird daneben weiterhin als potenzieller Herausforderer im KI-Rechenzentrumsmarkt gesehen, auch wenn sich größere Umsatzimpulse erst in den kommenden Jahren zeigen könnten.
Damit bleibt der Halbleitersektor laut den Analysteneinschätzungen stark von der Entwicklung der KI-Infrastruktur abhängig - mit unterschiedlichen Wachstumstreibern für die einzelnen Unternehmen.
Redaktion finanzen.at
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