25.03.2020 18:30:00

APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K

Mehr als 5.560 Österreicher mit Covid-19 infiziert, 31 Tote

Wien - In Österreich hat es am Mittwoch (Stand 15.00 Uhr) laut Gesundheitsministerium 5.560 Infektionen mit dem Coronavirus gegeben. Darunter auch der erste infizierte Häftling im heimischen Strafvollzug. Betroffen ist die Justizanstalt Innsbruck, wo ein Neuzugang positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde. Gestorben sind an den Folgen der Infektion bisher 31 Personen, die meisten davon in Wien. In Spittal/Drau wurde eine Kaserne wegen eines Verdachtsfalls gesperrt. Der betroffene Soldat wurde getestet, mit dem Ergebnis ist am Donnerstag zu rechnen.

Mehr als 5.000 Österreicher mit 28 Flügen zurückgeholt

Wien - Die Rückholflüge von Österreichern, die seit Verschärfung der Corona-Krise im Ausland gestrandet sind, sind weiter in vollem Gang. Mehr als 5.000 wurden schon mit 28 Sonderflügen in ihre Heimat zurückgebracht. Am Mittwoch landeten beispielsweise Flugzeuge aus der Dominikanischen Republik, Kuba und Mexiko, am Abend wurde noch eine Maschine aus Barcelona mit 150 Touristen erwartet.

153.100 mehr Arbeitslose seit 15. März

Wien - Die Coronakrise mit Ausgangsbeschränkungen und Betriebsschließungen lässt die Arbeitslosenzahlen in Österreich weiter steigen. Vom 15. bis zum 24. März ist die Arbeitslosigkeit in Österreich um rund 153.100 Personen angestiegen, teilte das Arbeitsmarktservice (AMS) am Mittwochnachmittag auf APA-Anfrage mit. Am Dienstag hatte AMS-Chef Johannes Kopf ein Plus von 138.000 Arbeitslosen bekannt gegeben. Den größten Anstieg habe es im Bereich Beherbergung und Gastronomie mit rund 51.000 Personen gegeben, gefolgt von der Baubranche mit 19.200 Personen und den sonstigen Dienstleistungen - vor allem Zeitarbeit - mit knapp 15.000 Personen.

USA überholte Italien bei aktiven Coronavirus-Fällen

Wien/Rom/Washington - Die USA haben Italien als globaler Coronavirus-Hotspot abgelöst. Dies geht aus Daten der Johns Hopkins University hervor, die am Mittwochnachmittag veröffentlicht wurden. Demnach gibt es derzeit 54.405 aktive Coronavirus-Fälle in den USA, während es in Italien 54.030 Fälle sind. Noch deutlicher vorne sind die USA laut der Statistikseite Worldometer mit 59.445 aktiven Fällen. In China, wo die Verbreitung der Krankheit mit 81.661 Fällen weiterhin das größte Ausmaß hatte, gibt es aktuell nur noch 4.603 aktive Fälle.

Spanien verzeichnet mehr Todesfälle als China

Wuhan - Die Zahl der Corona-Todesopfer in Spanien hat jene Chinas überholt. Nach Angaben der Regierung in Madrid vom Mittwoch starben 3.434 Menschen an Covid-19. Binnen eines Tages starben weitere 738 Personen. Trotz der strikten Ausgangssperre stieg die Zahl der Infizierten auf 47.610 an. Erstmals starben auch zwei Ärzte. Bei den beiden Todesfällen handelt es sich laut "El Pais" um zwei praktische Ärzte im Alter von 59 bzw. 63 Jahren.

Putin verschiebt Abstimmung über Verfassungsänderung

Moskau - Russland verschiebt wegen der Coronavirus-Pandemie die Abstimmung über die größte Verfassungsänderung in der Geschichte des Landes. Das kündigte Präsident Wladimir Putin am Mittwoch bei einer Fernsehansprache an. Einen neuen Termin werde es später geben. Die Bevölkerung sollte ursprünglich am 22. April darüber entscheiden, ob die Verfassung mit erweiterten Machtbefugnissen für den Präsidenten in Kraft gesetzt wird. Die Verfassungsänderung ist sehr umstritten. Langzeit-Amtsinhaber Putin könnte dann auch die Möglichkeit haben, bis 2036 im Amt zu bleiben.

Kontaktlos Zahlen ohne PIN bald bis 50 Euro möglich

Wien - Die Kartengesellschaften werden die Obergrenze für kontaktloses Zahlen ohne Eingabe einer PIN-Nummer auf 50 Euro anheben. Bis zu dieser Summe muss an der Kassa kein PIN-Code eingetippt werden. Dies wurde der APA von informierter Seite bestätigt. Es wird erwartet, dass dieser Schritt Anfang nächster Woche in Kraft tritt. Vor allem der Handel hatte auf höhere Obergrenzen gedrängt, um eine Corona-Virenübertragung bei Bezahlvorgängen weiter einzudämmen.

Wiener Börse schließt mit Verlusten

Wien - Der Leitindex der Wiener Börse ATX ist am Mittwoch mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 2.017,93 Punkten aus dem Handel gegangen. Zunächst waren die Aktienmärkte gestützt von einem US-Konjunkturpaket deutlich fester in den Handel gestartet. Ein beispielloser Einbruch des deutschen Geschäftsklimaindex trübte dann aber die Stimmung an den Börsen. Die Erste Group (-4,4 Prozent) überprüft angesichts des Coronavirus seine Dividende und verschiebt seine für Mai geplante Hauptversammlung.

(Schluss) mhi/rai

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