27.02.2015 05:30:00

APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K - 5.30 Uhr

Ukraine - Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats am Freitag

New York - Der UN-Sicherheitsrat befasst sich am Freitag in einer Dringlichkeitssitzung mit dem Konflikt in der Ukraine. Wie Diplomaten in der Nacht mitteilten, wurde das Treffen auf Bitten Deutschlands und Frankreichs anberaumt. Das Gremium will sich demnach mit der Umsetzung des Minsker Friedensabkommen befassen. Der Nationale Geheimdienstdirektor der USA, James Clapper, rechnet nach eigener Aussage im Frühjahr mit einem Angriff der prorussischen Separatisten auf Mariupol.

Griechenland - Schulz kritisiert Athen - Proteste gegen Hilfsprogramm

Athen - Vor dem wichtigen Votum im Deutschen Bundestag zur Verlängerung der Hilfen für Griechenland am heutigen Freitag haben in Athen rund 500 Menschen gegen die Einigung im Schuldenstreit protestiert. Bei der Demonstration am Donnerstagabend kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen - mehrere Scheiben von Geschäften wurden eingeschlagen, im griechischen Fernsehen waren auch beschädigte Bushaltestellen zu sehen. Mehrere Autos gingen in Flammen auf. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz kritisierte unterdessen die jüngsten Äußerungen aus Athen zum Schuldenschnitt.

UNESCO-Chefin will Krisensitzung des UN-Sicherheitsrats zum Irak

Bagdad/New York - Nach der Zerstörung einzigartiger Kulturgüter im Irak durch die jihadistische Organisation "Islamischer Staat" hat UNESCO-Chefin Irina Bokova eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates gefordert. "Dieser Angriff ist mehr als eine Kultur-Tragödie - dies ist auch eine Sicherheitsfrage, da er Sektierertum, gewaltsamen Extremismus und Konflikte im Irak schürt", erklärte sie. Die IS-Jihadisten hatten im Norden des Iraks einzigartige Kulturgüter aus altorientalischer Zeit zerstört. Ein Internetvideo der Extremisten zeigt, wie sie im Museum der Stadt Mossul und an der Grabungsstätte Ninive bedeutende Bildwerke aus der Antike zertrümmern.

Syrien - 304 von 212.000: UN können Eingeschlossenen kaum helfen

New York/Bagdad - Die Vereinten Nationen dringen mit ihrer Lebensmittelhilfe praktisch nicht mehr zu den Eingeschlossenen in Syrien durch. Von den 212.000 Belagerten hätten nur 304 Menschen im Jänner mit Nahrungsmitteln versorgt werden können, sagte Kyung Wha Kang vom UN-Nothilfebüro am Donnerstag (Ortszeit) vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Lediglich in Yarmuk bei Damaskus seien die wenigen hundert Notleidenden erreicht worden. Insgesamt würden allein dort aber 18.000 Menschen Hilfe brauchen.

Deutsche Bahn und GDL verhandeln weiter - Keine neue Streikdrohung

Berlin - Im Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) geht es erst einmal ohne Streikdrohung weiter. Bei den Verhandlungen am Donnerstag in Berlin gab es erwartungsgemäß noch keinen Durchbruch. Beide Seiten vereinbarten für den 13. März einen neuen Verhandlungstermin, wie die Bahn mitteilte. "Ich setze darauf, dass wir in konstruktiver Atmosphäre am Verhandlungstisch dann auch absehbar zu Ergebnissen kommen", sagte Bahn-Personalchef und Verhandlungsführer Ulrich Weber.

Tausende gehen für getötete Studenten in Mexiko auf die Straße

Mexiko-Stadt - Genau fünf Monate nach der Entführung und dem mutmaßlichen Mord an dutzenden Studenten sind in Mexiko-Stadt tausende Menschen aus Solidarität mit den Opfern auf die Straße gegangen. Sie zogen am Donnerstag vom Unabhängigkeitsdenkmal zum Präsidentenpalast Los Pinos und forderten Aufklärung über das Schicksal der jungen Leute. "Lebend habt ihr sie genommen, lebend wollen wir sie zurück", skandierten die Demonstranten. Vermummte sprühten Graffiti auf das Unabhängigkeitsdenkmal. "Erst wenn das Blut der Bourgeoisie fließt, wird es Gerechtigkeit geben", war dort zu lesen.

Ebola - Liberias Präsidentin dankt USA für Hilfe im Kampf gegen Epidemie

Washington - Liberias Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf hat den USA für die Unterstützung im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika gedankt. "Amerika hat reagiert, Sie sind nicht vor Liberia weggelaufen", sagte Sirleaf am Donnerstag bei einem Treffen mit US-Kongressabgeordneten in Washington. Sie drückte ihre "tiefe Dankbarkeit" für den Einsatz der US-Streitkräfte gegen die Ebola-Epidemie aus, der wesentlich dazu beigetragen hat, die Zahl der Neuinfektionen in Liberia drastisch zu reduzieren. Am Freitag will sie mit US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus zusammenkommen.

Vor Jahren in Paris gestohlenes Picasso-Bild in den USA aufgetaucht

New York - Ein vor 14 Jahren in Paris als gestohlen gemeldetes Gemälde von Picasso ist in den USA wieder aufgetaucht. Wie die US-Behörden am Donnerstag mitteilten, wurde das 33 mal 46 Zentimeter große Bild "La coiffeuse" (deutsch: Die Friseurin) über Belgien in die USA geschmuggelt. Der Wert des Ölbildes aus dem Jahr 1911 wird demnach auf mehrere Millionen Dollar geschätzt. Abgefangen wurde das Kunstwerk vom Zoll, der es den für internationalen Kunstschmuggel verantwortlichen Behörden übergab.

(Schluss) elf/hhi

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