19.03.2015 13:02:00

Arbeitsklimaindex 2014 - Durchwachsenes Bild im Burgenland

Die burgenländischen Arbeitnehmer sind im vergangenen Jahr noch zufriedener gewesen als im Jahr davor, aber im Vergleich zu Rest-Österreich Pessimisten was die Zukunft betrifft. Das geht aus dem Arbeitsklimaindex 2014 für das Burgenland hervor. Das Bild sei durchwachsen, berichtete Arbeiterkammer-Burgenland-Präsident Alfred Schreiner am Donnerstag in Eisenstadt.

Im Burgenland ist die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten seit 2009 in einer beständigen Aufwärtsentwicklung, während der Wert des Gesamtindex für Österreich insgesamt in diesem Zeitraum stagniert und in der letzten Periode sogar gesunken ist. Laut Projektleiter Georg Michenthaler vom IFES-Institut liege das Burgenland österreichweit im oberen Bereich.

Das subjektive Wohlbefinden in der Arbeit zeige laut Arbeitsklimaindex für die Gesamtheit der burgenländischen Beschäftigten weiterhin steigende Tendenz. Diese Entwicklung gehe laut Michenthaler jedoch ausschließlich auf die qualifizierten und leitenden Angestellten zurück. Hilfsarbeiter und geringer qualifizierte Angestellte liegen weit unter dem Burgenland-Durchschnitt. Nachteile zeigen sich in zahlreichen Aspekten, etwa der geringen Bezahlung, den fehlenden beruflichen Perspektiven und den überdurchschnittlichen Belastungen.

"Deutlich signifikant unter dem Gesamtschnitt Österreichs ist der wirtschaftliche Zukunftsoptimismus", sagte der Projektleiter. Hier gebe es einen "ausgeprägten Pessimismus", was die generelle wirtschaftliche Entwickelung des Staates Österreich betreffe. "Das würde auch wieder diese These stützen, man ist eigentlich sehr besorgt, hat das Gefühl, es wird enger, es wird schwieriger, und umso zufriedener ist man, dass man eine Arbeitsstelle hat", erläuterte Michenthaler.

Trotz der Zufriedenheit haben aber immer mehr Beschäftigte Probleme mit dem Einkommen auszukommen. 57 Prozent der insgesamt 575 befragten Personen (alle mit Wohnsitz im Burgenland, Anm.) gaben an, mit ihrem Einkommen gerade noch oder gar nicht auszukommen.

Die Steuerreform sei für die Bürger zwar im Allgemeinen "wirklich spürbar", sagte Schreiner. Angesprochen, ob dieser Punkt des Arbeitsklimaindex 2016 wohl positiver ausschauen werde, meinte der AK-Präsident: "Es wird keiner der Gruppierungen, die hier Schwierigkeiten haben, mit dem Einkommen auszukommen, große Sprünge machen können. Es wird aber leichter sein, den derzeitigen Lebensunterhalt zu erhalten", so Schreiner. Das sei "jetzt eine Hilfe für manche". Für Arbeitnehmer im mittleren Bereich sei es "wirklich auch ein spürbares zusätzliches Einkommen." Für die Beschäftigte im unteren Bereich brauche man aber "kräftige Lohnerhöhungen." "Allein mit der Steuer geht's nicht."

(Schluss) ska/kre

WEB http://www.arbeiterkammer.at

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