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24.04.2017 13:24:41

AUSBLICK/5 PUNKTE im Fokus bei den SAP-Quartalszahlen

   Von Hans-Joachim Koch

   FRANKFURT (Dow Jones)--SAP ist mit großen Ambitionen für das neue Jahr angetreten. Mit äußerst soliden Zahlen 2016 im Rücken wurden die Ziele nicht nur für das laufende Jahr, sondern auch für die Mittelfrist bis 2020 angehoben. Jetzt müssen die Walldorfer liefern, was sie zuletzt immer geschafft haben. Das hat dazu geführt, dass die Analysten gerne noch etwas optimistischer sind als der Softwarekonzern selbst. Daher lauert hier regelmäßig ein gewisses Enttäuschungspotenzial. Enttäuschung dürfte aber mit Sicherheit aufkommen, wenn Konkretisierungen des eigentlich für das zweite Halbjahr angedachten Aktienrückkaufprogramms ausbleiben sollten.

   Darauf sollten Anleger achten, wenn das Unternehmen am Dienstag gegen 07.00 Uhr seine Zahlen vorlegt:

1. UMSATZ - wie läuft es im Traditionsgeschäft? SAP wird seiner Wachstumsstory treu bleiben und wieder einen ordentlichen Umsatzschub vorlegen. Neben der Cloudentwicklung richtet sich der Blick weiter auf das traditionelle Softwaregeschäft mit Lizenzen und Support mit dem noch immer deutlich größeren Umsatzanteil. Vor einem Jahr musste SAP bei den Lizenzen allerdings einen zweistelligen Rückgang der Erlöse hinnehmen. In diesem Jahr dürften die Einnahmen in diesem Bereich zumindest ein kleines Plus aufweisen. Der Supportumsatz dürfte auf der - mit geschätzt maximal 5 Prozent moderaten - Aufwärtsspur bleiben.

2. CLOUD-Wachstum Vor allem aus dem Cloudgeschäft zog SAP den großen Optimismus, als die ehrgeizigen neuen Ziele für das laufende Jahr und 2020 vorgelegt wurden. Hier will der Konzern gleichzeitig kräftig wachsen und besser verdienen: Der Umsatzanteil soll bis 2020 auf 29 Prozent gut verdoppelt werden und die Marge von knapp 65 Prozent 2016 auf 73 Prozent steigen. Das erste Quartal wird einen ersten Zwischenstand liefern, wie hoch die Wolken bereits stehen und ob das 2017er Umsatzziel von 3,8 bis 4,0 Milliarden Euro erreichbar ist. Interessant ist auch der Cloud-Auftragsbestand per Ende März.

3. GEWINN hoch trotz steigender Personalkosten Der Blick einiger Analysten richtet sich auf die Folgen der lebhaften Neueinstellungen und der anhaltenden Investitionen in die Cloud. UBS sieht eine um 450 Millionen Euro erhöhte Personalkostenbasis, was die Marge stärker als vom Konsens erwartet drücken könnte. Andererseits ist die Ausgangsbasis wegen eines etwas flaueren Erstquartals 2016 nicht besonders ambitioniert. Beim Gewinn je Aktie wie auch operativ dürfte es um gut 10 Prozent nach oben gehen, schätzen Analysten.

4. AUSBLICK - zuletzt im Januar erhöht Nachdem SAP mit dem vorläufigen Jahresergebnis im Januar sowohl die Prognosen für 2017 als auch die Mittelfristziele hochgenommen hat, dürfte zunächst einmal Ruhe herrschen. Finanzvorstand Luka Mucic, der stolz darauf ist, Prognosen bislang immer mindestens eingehalten zu haben, peilt für 2017 zwischen 23,2 und 23,6 Milliarden Euro Umsatz und 6,8 bis 7,0 Milliarden Euro Betriebsergebnis an.

5. AKTIENRÜCKKAUF und/oder Übernahmen? Das Wort Aktienrückkauf hat SAP-Chef Bill McDermott schon mehrfach in den Mund genommen und das zweite Halbjahr als Starttermin angedeutet. Damit könnte jetzt der Zeitpunkt für eine verbindliche Ankündigung gekommen sein. Die Aktionäre würde es freuen, denn manchem war die Dividendenaufstockung um 0,10 auf 1,25 Euro je Aktie angesichts der guten Finanzlage nicht üppig genug. Mit Blick auf den Cashflow hatte CFO Mucic betont, dass der Konzern die Mittel hätte, um mit Übernahmen zuschlagen zu können. Doch dazu müssten sich interessante Ziele finden, um das ohnehin schon breit gefächerte Portfolio sinnvoll zu ergänzen.

   Nachfolgend eine Auswertung der Prognosen von Analysten zum ersten Quartal:

=== PROG PROG PROG 1. QUARTAL 1Q17 ggVj Zahl 1Q16 Umsatzerlöse 5.188 +10% 23 4.728 Erlöse Cloud& Software 4.289 +11% 23 3.851 Softwarelizenzen 641 +5% 23 609 Software Support 2.742 +7% 23 2.564 Erlöse Cloud-Subskriptionen&-Support 893 +32% 23 678 Operatives Ergebnis 1.226 +11% 23 1.104 Ergebnis nach Steuern 882 +16% 22 763 Ergebnis je Aktie 0,73 +14% 23 0,64 === - alle Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro

   - Das Unternehmen bilanziert nach IFRS, berichtet aber auch Non-IFRS. Die vorliegenden Prognosen sind auf Basis von Non-IFRS.

   - Quellen: Angaben des Unternehmens. Prognosen von Vara Research. Dividende und Kursziel von Factset

   - Als Mittelwert gilt bei den Prognosen jeweils der Median

   - ggVj = Veränderung in Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum

   - das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr

   - alle Angaben ohne Gewähr

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/smh/jhe

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   April 24, 2017 06:54 ET (10:54 GMT)

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