Lange Rechtsstreitigkeiten 31.03.2020 17:52:00

Bayer-Aktie etwas höher: Bayer akzeptiert Vergleich in US-Rechtsstreit um Unkrautvernichter

Bayer-Aktie etwas höher: Bayer akzeptiert Vergleich in US-Rechtsstreit um Unkrautvernichter

Der deutsche Agrarchemie- und Pharmakonzern erklärte sich bereit, 39,6 Millionen Dollar (35,8 Mio Euro) zu zahlen, wie am Montag (Ortszeit) aus Gerichtsunterlagen hervorging.

In dem Verfahren geht es darum, ob der 2018 für mehr als 60 Milliarden Dollar von Bayer hat sich mit US-Sammelklägern auf einen Vergleich im Rechtsstreit um angeblich irreführende Vermarktung von Unkrautvernichtern mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat geeinigt. übernommene US-Saatgutriese Monsanto Gesundheitsrisiken auf den Etiketten seines Unkrautvernichters Roundup verschleiert hat. Die Einigung mit den US-Klägern umfasst auch bestimmte Änderungen bei der Beschriftung des Produkts.

Bayer begrüßte den Vergleich in einer Stellungnahme als Lösung zur Zufriedenheit aller Parteien. Das zuständige Gericht in Kansas City im US-Bundesstaat Missouri muss dem Kompromiss aber noch zustimmen. Der Einigung waren mehr als zwei Jahre lange Rechtsstreitigkeiten in mehreren Bundesgerichtsbezirken vorangegangen.

Einen direkten Zusammenhang mit der US-Klagewelle gegen Bayer wegen angeblicher Krebsrisiken von Monsanto-Unkrautvernichtern wie Roundup gibt es indes nicht. Hier dauerten die Vergleichsverhandlungen weiter an, aber es gebe noch keine Gewissheit über eine Einigung, so der Konzern. Zuletzt war Bayer nach eigenen Angaben mit rund 48 600 US-Klagen wegen angeblicher Krebsgefahren konfrontiert.

Bei diesen Fällen hatte Bayer die ersten drei Gerichtsprozesse in den USA verloren und hohe Schadenersatzurteile kassiert. Allerdings will der Konzern die Schuldsprüche in Berufungsverfahren aufheben lassen. Hinter den Kulissen laufen schon länger Vergleichsgespräche unter der Aufsicht des US-Staranwalts Ken Feinberg. Analysten rechnen mit einer Einigung, die Bayer rund zehn Milliarden Dollar kosten könnte.

Einigung in USA hilfreich für Bayer-Kurs

Anleger hatten am Dienstag positiv auf eine Nachricht zu Bayer und dem Thema Glyphosat reagiert. Bayer-Aktien haben anfängliche Gewinne am Dienstag im weiteren Verlauf des Handels größtenteils wieder eingebüßt. Lagen sie im Tageshoch noch mit mehr als fünf Prozent an der DAX-Spitze, so schmolzen die Gewinne via XETRA letztlich auf 0,32 Prozent bei 52,85 Euro zusammen. .

Ein durchschlagender Kurstreiber für die Aktien von Bayer werde aber wohl erst eine Einigung mit den Klägern wegen angeblicher Krebsrisiken von Monsanto-Unkrautvernichtern wie Roundup sein, sagte ein Händler. Diese steht noch aus.Ein durchschlagender Kurstreiber werde aber wohl erst eine Einigung mit den Klägern wegen angeblicher Krebsrisiken von Monsanto-Unkrautvernichtern wie Roundup sein. Diese steht noch aus.

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KANSAS CITY (dpa-AFX)

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