Geändert am: 02.12.2022 22:27:22

Nach US-Arbeitsmarktbericht: US-Börsen schließen kaum verändert -- ATX geht leichter ins Wochenende -- DAX schließt fester -- Asiatische Börsen geben letztendlich nach

AUSTRIA

Der heimische Aktienmarkt notierte am Freitag im Minus.

Der ATX zeigte sich kurz nach Handelsstart schwächer. Bis zum Mittag schaffte es das Börsenbarometer dann an die Nulllinie. Nach Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten rutscht der ATX erneut ins Minus. Letztlich gab er 0,16 Prozent auf 3.207,50 Punkte nach.

Der US-Arbeitsmarktbericht war zwar besser als erwartet ausgefallen, schürte damit aber auch Ängste vor Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed.

Die Fed beachtet bei ihren Entscheidungen stark die Lage am Arbeitsmarkt, von dem Bericht hatten sich Anleger daher auch Hinweise auf den weiteren Zinskurs der Notenbank erhofft. Noch am Mittwoch hatte eine Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell Hoffnung auf einen vergleichsweise moderate Zinserhöhung von 50 Basispunkten im Dezember gemacht. Die am Freitag gemeldeten Arbeitsmarktdaten schürten nun aber neue Zinserhöhungsängste.

Die US-Wirtschaft hat im November mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft sind 263.000 Stellen hinzugekommen, Analysten hatten im Schnitt nur mit 200.000 neuen Stellen gerechnet. Die Arbeitslosenquote verharrte im November wie von Analysten erwartet unverändert bei 3,7 Prozent.

Der Anstieg der Stundenlöhne im Monatsvergleich lag mit 0,6 Prozent aber deutlich über der Konsensus-Prognose von 0,3 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat legten die Stundenlöhne im November um 5,1 Prozent zu. Die US-Notenbank beobachtet die Entwicklung der Löhne genau - auch da sie angesichts der hohen Inflation eine Lohn/Preis-Spirale vermeiden will.

Unternehmensnachrichten spielten zum Wochenschluss keine wichtige Rolle.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt verbuchte vor dem Wochenende moderate Gewinne.

Der DAX eröffnete mit einem leichten Minus und kletterte anschließend in die Gewinnzone. Nach der Veröffentlichung von Arbeitsmarktdaten aus den USA fiel das Börsenbarometer auf rotes Terrain. Bis zum Handelsende konnte der DAX seine Verluste jedoch wieder wettmachen und verabschiedete sich 0,27 Prozent fester bei 14.529,39 Punkten ins Wochenende.

Die US-Arbeitsmarktdaten waren stärker ausgefallen als gedacht, was erneut Befürchtungen hinsichtlich der weiteren US-Geldpolitik wachrief. US-Notenbank-Chef Jerome Powell hatte kürzlich noch die Signale für einen gemäßigteren Gang bei den Leitzinsanhebungen untermauert, was den DAX in dieser Woche noch etwas angetrieben hatte. Doch der starke Arbeitsmarktbericht gibt der Fed weniger Grund, ihre Politik zu zügeln. Laut den Daten hat die US-Wirtschaft im November mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft seien 263.000 Stellen hinzugekommen, hieß es.

Nach einer Serie von Leitzinsanhebungen um jeweils 0,75 Prozentpunkte gilt am Markt derzeit eine Anhebung um 0,5 Punkte im Dezember als gesetzt. Die große Frage ist nun also, wie es danach weitergeht.

Powells jüngster Rede sei ohnehin zu entnehmen gewesen, dass der Leitzins höher steigen dürfte als bislang avisiert, geben die Experten der LBBW zu bedenken. Zudem habe der Notenbank-Chef den Hoffnungen auf erste Zinssenkungen schon im kommenden Jahr eine Absage erteilt. Nach Einschätzung von Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners dürfte nunmehr der Anstieg der Löhne im vergangenen Monat der Fed mit Blick auf die von ihr bekämpfte Inflation Kopfzerbrechen bereiten. "Die Gefahr der so gefürchteten Lohn-Preis-Spirale ist noch lange nicht gebannt."

WALL STREET

Die US-Börsen haben am Freitag ihre anfänglichen Verluste größtenteils aufgeholt und wenig verändert geschlossen.

Der Dow Jones legte zum Handelsschluss um 0,10 Prozent auf 34.429,88 Zähler zu. Der NASDAQ Composite rutschte um 0,18 Prozent ab und schloss bei 11.461,50 Punkten.

Ein überraschend robuster US-Arbeitsmarkt mit stark steigenden Löhnen und Gehältern hat am Freitag die Wochenbilanz des Leitindex Dow Jones Industrial vermiest. Denn die US-Notenbank Fed könnte sich Beobachtern zufolge gezwungen sehen, die Zinsen weiter kräftig zu erhöhen, um den Arbeitsmarkt zu beruhigen.

Die Stundenlöhne in den USA sind im November im Vergleich zum Vormonat doppelt so stark gestiegen, wie von Experten erwartet worden war. Auch die Zahl der neu geschaffenen Stellen lag über der Markterwartung. Der Arbeitsmarkt zeige sich bisher recht unbeeindruckt von den Zinsanhebungen, schrieben die Volkswirte der Commerzbank. Die Fed werde daher weiter an der Zinsschraube drehen, "um eine Abkühlung am Arbeitsmarkt zu erzwingen". Erst wenn sich diese Abkühlung deutlich zeige, dürfte die Fed die Zinsen nicht weiter erhöhen.

Zur Wochenmitte war der Dow noch auf den höchsten Stand seit Ende April geklettert. Fed-Chef Jerome Powell hatte mit der Aussage, die Leitzinsen im Dezember möglicherweise nicht so stark anzuheben wie in den Monaten zuvor, an den Börsen Euphorie ausgelöst. "Ich halte es weiterhin für wahrscheinlich, dass die Fed ab der Dezember-Sitzung die Zinsen langsamer erhöht", prognostizierte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Zinserhöhungen in diesem Ausmass "könnten uns jetzt aber länger begleiten als bislang gedacht".

ASIEN

Die Börsen in Fernost schlossen den Freitagshandel mit tieferen Notierungen ab.

Der Nikkei in Tokio verlor letztendlich 1,59 Prozent auf 27.777,90 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite um 0,29 Prozent auf 3.156,14 Zähler. In Hongkong verbuchte der Hang Seng ein Minus von 0,33 Prozent auf 18.675,35 Indexpunkte.

Nach der Euphorie über die Aussagen von US-Notenbankpräsident Jerome Powell, der eine etwas gemäßigtere Gangart bei den Zinserhöhungen angekündigt hatte, traten wieder die Sorgen vor einer globalen Rezession in den Vordergrund. Dies hatte auch an der Wall Street am Vortag für nachgebende Kurse gesorgt.

Die Inflation in China wird im nächsten Jahr wahrscheinlich moderat bleiben, sagte der Gouverneur der People's Bank of China, Yi Gang, auf einer Konferenz. Chinas Inflationsrate liege aktuell bei etwa 2 Prozent, insbesondere dank stabiler Energiepreise, so Yi. Die Industrieländer und die Schwellenländer müssen ihre Zusammenarbeit bei der makroökonomischen Politik verstärken, fügte er hinzu.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX

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Dow Jones 33 926,01 -0,38%
NASDAQ Comp. 12 006,95 -1,59%
NASDAQ 100 12 573,36 -1,79%
NIKKEI 225 27 509,46 0,39%
Hang Seng 21 660,47 -1,36%
ATX 3 379,45 -0,18%
Shanghai Composite 3 285,67 0,02%
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