Geändert am: 17.09.2019 08:18:46

Dow schlussendlich leichter -- ATX verabschiedet sich fester aus dem Handel -- DAX schließt leichter -- Asiatische Aktienmärkte letztlich stabil

AUSTRIA

Die Wiener Börse präsentierte sich am Montag fester.

Der ATX eröffnete zunächst im Minus, drehte aber gestützt von den Ölaktien Schoeller-Bleckmann und OMV innerhalb der ersten Handelsminuten klar in die Gewinnzone. So ging er dann auch 0,77 Prozent fester bei 3.054,24 Zählern aus dem Handel.

Damit setzte sich am Montag die jüngste Gewinnserie fort. Der ATX hatte bis Freitag acht Handelstage in Folge zugelegt.

Am Samstag in der Früh hatten mehrere Explosionen Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco erschüttert. Experten sehen in der Drohnenattacke einen Angriff auf das Zentrum der saudischen Ölindustrie.

Nach Angaben von Saudi Aramco ist der Komplex die größte Raffinerie des Landes und die größte Rohölstabilisierungsanlage der Welt. Die staatliche Nachrichtenagentur Saudi-Arabiens berichtete, dass infolge der "terroristischen Attacken" vom Samstag die Produktionsmenge um 5,7 Mio. Barrel auf etwa die Hälfte des üblichen Volumens pro Tag eingebrochen sei. Dies entspricht rund fünf Prozent des weltweiten Angebots an Erdöl. Der Wegfall gilt als einer der größten abrupten Ausfälle aller Zeiten.

DEUTSCHLAND

Am Montag gab der deutsche Aktienmarkt ab.

Der DAX hatte den Tag schwächer begonnen und notierte auch im Tagesverlauf in der Verlustzone. Er schloss mit einem Abschlag von 0,71 Prozent bei 12.380,31 Punkten.

Drohnen-Angriffe auf die wichtigste Ölraffinerie Saudi-Arabiens und ein damit einhergehender Ölpreisanstieg haben am Montag die Rally am deutschen Aktienmarkt zunächst beendet.

Die jüngste DAX-Rally werde nun einem ersten Belastungstest unterzogen, kommentierte Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. "Aus Angst vor Lieferengpässen springen die Ölpreise nach oben und werden damit zunächst zur Belastung für eine mögliche Erholung der Weltwirtschaft, auf die die Investoren nach den zuletzt versöhnlichen Tönen im US-chinesischen Handelsstreit gesetzt hatten", so der Analyst.

Ob die Rally am deutschen Aktienmarkt tatsächlich beendet ist oder möglicherweise nur zeitweise unterbrochen, könnte sich schon zur Wochenmitte zeigen, wenn der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed ansteht. Erwartet wird, dass die Währungshüter die Zinsen senken. Entscheidend für die Börsen werde aber sein, ob und gegebenenfalls wie klar sich die Fed zu weiteren Zinssenkungen bekenne, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Börsianer gingen aktuell von einer weiteren Zinssenkung im Oktober oder im Dezember aus.

WALL STREET

Die US-Börsen wiesen am Montag eine negative Tendenz aus.

Der Dow Jones hatte bereits mit einem Minus eröffnet und schloss am Ende 0,52 Prozent tiefer bei 27.076,82 Zählern. Auch der Techwerteindex NASDAQ Composite war mit einem Verlust gestartet und beendete den Handel schließlich 0,28 Prozent schwächer bei 8.153,54 Einheiten.

Vorsicht lautet zum Wochenbeginn die Devise an der Wall Street. Der Angriff auf saudi-arabische Ölanlagen am Wochenende hat die Anleger verschreckt. Damit fand die jüngste Rally erst einmal ein Ende. Am Donnerstag vergangener Woche hatte der Dow ein neues Rekordhoch nur knapp verpasst.

Seit Samstag ist der Ölmarkt im Ausnahmezustand. Mehrere Explosionen hatten Anlagen des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco erschüttert. Nach Angaben des Konzerns ist der Komplex in Abkaik die grösste Raffinerie des Landes. Die Ölproduktion sei um 5,7 Millionen Barrel auf etwa die Hälfte des üblichen Tages-Volumens zurückgegangen, hatte die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA berichtet.

Analyst Neil Wilson vom Broker Markets.com sprach von einer starken Zunahme der Risiken für das globale Ölangebot. Im weltweiten Ölhandel dürfte nun die Sorge umgehen, dass die Produktion des grössten Exporteurs der Welt "schnell und einfach ausgeschaltet werden kann". Das aber widerspreche diametral der bislang herrschenden Ansicht, dass Saudi-Arabien der stets verlässliche Versorger sei, der die Produktion jederzeit nach Belieben hochfahren könne.

ASIEN

Die Börsen in Asien zeigen sich am Montag zurückhaltend.

In Japan fand feiertagsbedingt kein Handel statt. Zuletzt war der Nikkei am Freitag um 1,05 Prozent auf 21.988,29 Punkte gestiegen.

Der Shanghai Composite auf dem chinesischen Festland fiel bis Handelsende um 0,02 Prozent auf 3.030,75 Zähler. Daneben verlor der Hang Seng in Hongkong 0,83 Prozent auf 27.124,55 Zähler.

Trotz eines sprunghaften Anstiegs der Ölpreise infolge der Attacken auf Ölanlagen in Saudi-Arabien am Wochenende sowie schwacher chinesischer Konjunkturdaten zeigten sich die Aktienmärkte in Ostasien am Montag stabil. Lediglich in Hongkong ging es mit den andauernden Protesten kräftig nach unten.

Für die Angriffe machen die USA den Iran verantwortlich, was die ohnehin angespannten Beziehungen weiter belasten dürfte. Teheran wies die Anschuldigungen entschieden zurück.

Die Attacken sorgten für eine vorübergehende Einstellung der Ölproduktion an den beiden betroffenen Standorten von Aramco. Nach Angaben des saudiarabischen Energieministers war die Hälfte der gesamten Produktion des Konzerns betroffen, geschätzt 5,7 Millionen Barrel Rohöl pro Tag. Die Ölpreise schossen in der Folge in die Höhe. Die USA haben eine Freigabe ihrer Ölreserven beschlossen, um die Lage am Ölmarkt zu stabilisieren.

Die steigenden Ölpreise könnten ein weiterer Belastungsfaktor für die globale Wirtschaft werden, die bereits unter dem Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie dem Brexit und der Konjunkturabkühlung in Europa leidet. Dazu kamen erneut schwache Daten aus China, wo die Industrieproduktion mit einem Plus von 4,4 Prozent im August klar unter der Prognose von plus 5,2 Prozent und auch unter der Zunahme des Vormonats geblieben ist.

Der chinesische Premierminister Li Keqiang hat eingeräumt, dass es "sehr schwierig" für die Wirtschaft des Landes sein wird, im aktuellen globalen Klima mit einer jährlichen Rate von 6 Prozent oder mehr zu wachsen. Bislang geht die Regierung von einem BIP-Wachstum zwischen 6 und 6,5 Prozent aus. Im zweiten Quartal lag das Wachstum bei 6,2 Prozent - die niedrigste Rate seit 27 Jahren.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa

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Unternehmensdaten

Datum Unternehmen/Event
16.09.19 GoingPublic Media AG / Hauptversammlung

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DAX 12 687,53
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NIKKEI 225 22 750,24
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Hang Seng 24 377,43
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Shanghai Composite 3 379,25
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