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Geändert am: 18.10.2019 23:30:13

ATX geht etwas höher ins Wochenende -- Wall Street verabschiedet sich schwächer -- DAX schließt mit leichten Abgaben -- Chinas Börsen geben letztlich ab

AUSTRIA

Die Wiener Börse legte am Freitag zu.

Der Leitindex ATX notierte im frühen Handel auf rotem Terrain, drehte dann aber ins Plus und konnte zwischenzeitlich deutlich zulegen. Im späten Handel ging ein Teil der Gewinne jedoch wieder verloren, sodass er sich letztlich 0,27 Prozent fester bei 3.048,27 Punkten ins Wochenende verabschiedete.

Wie bereits am Vortag war die Hängepartie im Brexit das bestimmende Thema. Nachdem Premierminister Boris Johnson sich mit Brüssel einigen konnte, muss er nun eine Zustimmung im Unterhaus erringen. Und hier könnte es einmal mehr, wie bei seiner Vorgängerin Theresa May, schwierig werden. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hält derweil den Druck auf London hoch und hat vor den Folgen einer Ablehnung des Brexit-Abkommens im britischen Parlament gewarnt. Wenn es in Westminister keine Zustimmung gebe, "dann sind wir in einer extrem komplizierten Situation". "Wenn es zu einem Hard Brexit kommt, werden die Märkte am Montag durchgerüttelt", so ein Marktteilnehmer. In diesem Umfeld dürften Anleger nochmals das Risiko vom Tisch nehmen, wie am Vortag bereits gesehen.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex zeigte sich vor dem Wochenende letztlich etwas tiefer.

Der DAX hatte den Tag etwas leichter begonnen, bewegte sich im Verlauf jedoch in einer engen Spanne um die Nulllinie. Er schloss dann mit einem leichten Minus von 0,17 Prozent bei 12.633,60 Punkten.

Vor der Abstimmung über den Brexit-Deal am Samstag im britischen Parlament herrschte relative Ruhe, hieß es seitens der Landesbank Baden-Württemberg. Laut Investmentanalyst Frank Klumpp sprachen die Zeichen zudem für einen weiterhin stabilen Aktienmarkt, denn auch der Start in die US-Berichtssaison sei positiv verlaufen.

WALL STREET

Die US-Börsen waren vor dem Wochenende von Abgaben geprägt.

Der Dow Jones eröffnete mit einem kleinen Verlust von 0,08 Prozent bei 27.004,49 Punkten und baute im Anschluss seine Verluste weiter aus. Sein Schlussstand: minus 0,95 Prozent bei 26.770 Punkten. Auch der NASDAQ Composite ließ weiter Federn, nachdem er zum Start geringe 0,09 Prozent auf 8.149,85 Zähler verloren hatte. Er beendete den Handelstag 0,83 Prozent schwächer bei 8.089 Punkten.

Ein unter den Erwartungen ausgefallenes chinesisches Wirtschaftswachstum hat die Sorgen um die Folgen des sino-amerikanischen Handelsstreits und um den Zustand der Weltwirtschaft angeheizt. Dies dämpfte am Freitag bereits die Stimmung an den Börsen Asiens und Europas.

ASIEN

Die Aktienmärkte in Fernost präsentierten sich vor dem Wochenende größtenteils mit Abgaben.

In Japan zeigte sich der Nikkei zum Handelsende 0,18 Prozent höher bei 22.492,68 Zählern und stemmte sich dabei gegen den Negativtrend. Gestützt wurde der japanische Aktienmarkt von Werten aus den Sektoren Elektronik und Energie.

Der Shanghai Composite büßte dagegen 1,32 Prozent auf 2.938,14 Einheiten ein, während der Hang Seng in Hongkong bis zum Handelsende 0,48 Prozent nachgab auf 26.719,58 Punkte.

Die asiatischen Börsen neigten am Freitag mit mauen Wachstumsdaten aus China zur Schwäche, nachdem sie sich zuvor noch überwiegend leicht im Plus gezeigt hatten. Die chinesische Wirtschaft hatte im dritten Quartal mit der niedrigsten Wachstumsrate seit dem ersten Quartal 1992 zugelegt. Zudem wurde die Markterwartung von plus 6,1 Prozent mit plus 6 Prozent verfehlt. Der September stellte damit den zweiten Monat in Folge mit Wachstumsraten unter Vorjahresniveau. Angesichts des anhaltenden US-chinesischen Handelskonflikts bewerteten Marktbeobachter die Daten jedoch als gar nicht so schlecht.

"Zwar testet das BIP den unteren Rand der offiziellen Jahreswachstumsprojektion von 6 bis 6,5 Prozent, allerdings liefern die heutigen Daten auch wenig Risiko, dass der untere Rand für dieses Jahr gebrochen wird. Während Risikoaktiva nicht ganz grün blinken, können die Märkte dennoch aufatmen", sagte Asien-Pazifik-Marktstratege Stephen Innes von AxiTrader.

Wie widerstandsfähig sich der Nikkei präsentierte, zeigte ein Blick auf den Devisenmarkt. Denn dort stieg der Yen auf Tagessicht. Händler verwiesen auf die wieder gestiegene Unsicherheit über den Brexit-Deal zwischen der EU und Großbritannien.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com

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18.10.19 Dechra Pharmaceuticals PLC / Hauptversammlung

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Indizes in diesem Artikel

DAX 13 140,56
-0,13%
Dow Jones 27 821,09
-0,40%
NASDAQ Comp. 8 526,73
-0,51%
NIKKEI 225 23 038,58
-0,48%
Hang Seng 26 466,88
-1,57%
ATX 3 142,93
-0,39%
Shanghai Composite 2 911,05
-0,78%
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