Geändert am: 20.09.2019 22:43:19

ATX und DAX verabschieden sich stabil ins Wochenende -- US-Börsen schließen schwächer -- Asiens Börsen letztlich in Grün

AUSTRIA

Die Wiener Börse wies am Freitag größtenteils Verluste aus, konnte letztlich aber an die Nulllinie aufschließen.

Der Leitindex ATX war bereits tiefer in den Tag gestartet und im Verlauf tiefer auf rotes Terrain zurückgefallen. Am Nachmittag konnte er seine Abgaben jedoch eingrenzen und schloss letztlich mit minus 0,03 Prozent wenig bewegt bei 3.068,04 Punkten.

In einem wenig bewegten europäischen Marktumfeld ging es für den heimischen Leitindex nach anfänglichen Verlusten ohne größere Veränderungen zu. Impulse durch Konjunkturdaten oder wichtige Unternehmensmeldungen blieben weitgehend aus.

DEUTSCHLAND

Am Freitag hielten sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt zurück.

Der DAX war nahezu unverändert in den Tag gestartet und bewegte sich auch im Verlauf in einer engen Range um den Vortagesschluss. Er verabschiedete sich 0,08 Prozent fester bei 12.468,01 Punkten ins Wochenende

Am Mittag waren an der Derivatebörse Eurex Terminkontrakte auf die großen Aktienindizes ausgelaufen, wie die auf den DAX und den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50. Vor diesem auch großer Verfall genannten Termin versuchen Anleger, die Kurse in die für sie vorteilhafte Richtung zu bewegen. Das führt in der Regel im Verlauf zu erratischen, fundamental nicht zu erklärenden Bewegungen.

Stützend wirkte laut Händlern ein Bericht über eine weitere Annäherung zwischen den USA und China im Handelsstreit. Laut der Zeitung "Politico" will die US-Regierung für eine Reihe chinesischer Produkte von Strafzöllen absehen. Allerdings gehe es hier eher um die Lösung von Zulieferproblemen von US-Unternehmen und weniger darum, einen Schritt auf die Regierung in Peking zuzugehen.

WALL STREET

Im Freitagshandel fielen die Aktien an der Wall Street leicht zurück.

Der Dow Jones verlor 0,59 Prozent und schloss auf 26.935,07 Punkten. Der Techwerteindex NASDAQ Composite zeigte sich ebenfalls schwächer und rutschte um 0,80 Prozent auf 8.117,67 Zähler ab.

Der Belastungsfaktor waren Berichte, wonach eine chinesische Handelsdelegation früher als erwartet die Heimreise antritt. Zu Beginn hatten noch Hoffnungen auf eine Annäherung im Handelsstreit das Sentiment gestützt. Zum anderen brachte der Tag des vierfachen Verfalls an den Termin- und Optionsmärkten erhöhte Bewegung. Mit Interesse wurden auch Aussagen von Notenbank-Vertretern verfolgt.

Konjunkturdaten standen nicht auf der Agenda. Derweil äußerten sich US-Notenbanker zur jüngsten Zinssenkung. So erläuterte Boston-Fed-Präsidenten Eric Rosengren - ein Falke im Offenmarktausschuss der Fed - seine Gründe für die Ablehnung der Zinssenkung. Diese sei nicht notwendig gewesen. Es bestehe die Gefahr, dass sich die Preise für riskobehaftete Vermögenswerte weiter erhöhen und die Schuldenaufnahme angeheizt werde. Rosengren sieht Risiken durch Instabilitäten im Finanzsystem, sollte die US-Notenbank die Zinsen weiter senken. Das könne den nächsten Abschwung verschärfen, wenn er kommt.

ASIEN

Die asiatischen Börsen profitierten am Freitag von einer kleinen Zinssenkung in China.

In Japan schloss der Nikkei 0,16 Prozent stärker bei 22'079,09 Zählern.

Auch in China ging es aufwärts. So stieg der Shanghai Composite bis Handelsende um 0,24 Prozent auf 3'006,45 Zähler. Der Hang Seng in Hongkong legte um 0,78 Prozent zu auf 26'435,67 Punkte.

Mit überwiegend kleinen Kursgewinnen haben die Aktienmärkte auf eine kleine Zinssenkung in China und Gespräche auf mittlerer Ebene zwischen den USA und China im Handelsstreit reagiert. Es waren die ersten seit rund zwei Monaten. Sie dienen der Vorbereitung hochrangiger Treffen im Oktober.

Nachdem gerade erst die EZB und die US-Notenbank die Zinsen gesenkt haben, vornehmlich um Risiken für die Konjunktur zu begegnen, handelte nun auch die chinesische Notenbank (PBoC). Sie senkte wie mehrheitlich erwartet den erst vor wenigen Wochen neu aufgelegten Referenzzins, die einjährige Loan Prime Rate (LPR), von 4,25 auf 4,20 Prozent. Es war die zweite Senkung in Folge. Damit verbilligen sich die Refinanzierungskosten der Banken. Im früheren Wochenverlauf hatte die PBoC dem Bankensystem bereits frische Liquidität zugeführt.

Für etwas Zurückhaltung in Hongkong sorgte laut Marktteilnehmern die Unsicherheit, ob es vor den chinesischen Nationalfeiertagen, die am 1. Oktober beginnen, möglicherweise Maßnahmen seitens Pekings geben wird, die Proteste in Hongkong einzudämmen.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa

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20.09.19 AQUAMONDI AG / Hauptversammlung
20.09.19 Liontrust Asset Management PLC / Hauptversammlung

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DAX 12 687,53
0,10%
Dow Jones 27 791,44
1,30%
NASDAQ Comp. 10 968,36
-0,39%
NIKKEI 225 22 750,24
1,88%
Hang Seng 24 377,43
-0,63%
ATX 2 224,13
1,33%
Shanghai Composite 3 379,25
0,75%
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