21.11.2014 13:34:00

Chef der Industriellenvereinigung will zu 300-Mrd.-Paket auch Strukturreformen

Nächste Woche soll EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker ein 300 Mrd. Euro schweres Investitionspaket dem EU Parlament vorstellen. Georg Kapsch, Präsident der Industriellenvereinigung (IV), begrüßt das Programm grundsätzlich, gibt aber zu bedenken, dass ohne Strukturreformen die Investitionen verpuffen würden.

Um langfristige Investitionen und damit europäische Jobs zu sichern, müsse man knappe Mittel "effizentest einsetzten", forderte Kapsch bei einem Treffen des europäischen Industrie- und Arbeitgeberdachverbandes BUSINESSEUROPE am Freitag in Rom. Man müsse in "die Strukturen gehen" und dürfe nicht nur Geld in die Hand nehmen. "Es geht primär um Strukturreformen, sekundär um Investitionen", so Kapsch weiter.

"Auch noch so kluge technische Einzellösungen werden wenig bewirken, wenn potenzielle Investoren aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nur geringe Hoffnungen in Europa setzen", gab IV-Generalsekretär Christoph Neumayer in einer Aussendung zu bedenken.

Dringend gefragt seien Maßnahmen zur Lösung bekannter Probleme. Diese seien etwa zu hohe Energiekosten, übertriebenen Lohnnebenkosten, der schlechte Zugang zu Unternehmensfinanzierungen und insbesondere die unterentwickelte Risikokapitalkultur sowie die wachsenden Überregulierung, so Neumayer.

(Schluss) fpr/sp

WEB http://www.iv-net.at/

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