20.11.2019 13:23:00

Cleanvest: Digitale Vergleichsplattform für nachhaltige Fonds

Das österreichische Beratungsunternehmen ESG Plus hat am Mittwochmorgen seine neue Fondsvergleichsplattform Cleanvest präsentiert. Das Portal soll Investoren bei der Auswahl nachhaltiger und ethischer Fonds unterstützen. Zum Start wurden rund 3.200 Fonds und 10.000 Unternehmen analysiert. Mittelfristig will die Plattform 10.000 User in Österreich an sich binden.

"Unser Angebot an den Finanzsektor als ESG Plus sind Nachhaltigkeitsberatung und Nachhaltigkeitsratings", sagte ESG Plus-Geschäftsführer Armand Colard. "Das Ziel ist immer, aus nicht-nachhaltigen Investments in nachhaltige, sozialverträgliche und klimafreundliche Investments umzuschichten", so Colard.

Die Plattform dient lediglich als Entscheidungshilfe. "Private Anleger können dann eine ausgedruckte Merkliste ihrem Bankberater übergeben und in entsprechende Fonds investieren", erklärte ESG Plus-COO Elisabeth Müller.

Die Auswahl der Fonds erfolgt über Ausschlusskriterien wie frei von Kohle, Öl, Gas, Atomenergie oder Waffen und Kinderarbeit. Weitere Filteroptionen sind ökologische Aspekte sowie Unternehmen, die in Bildung, Gesundheit und Artenschutz investieren. Im Austausch mit Usern sollen zeitnahe weitere Kriterien definiert werden. Wesentliche Finanzkennzahlen wie Renditenentwicklungen und Risikoeinstufungen werden angezeigt. Zusätzlich können Länder und Sektoren, in denen ein Fonds investiert ist, eingesehen werden.

Die Nutzung der Plattform ist für Privatpersonen kostenlos. Finanzieren will sich Cleanvest über strategische Business-to-Business (B2B)-Partnerschaften u.a. mit dem Social-Trading-Start-up Wikifolio und der Allianz Vorsorgekasse. "Unser Ziel ist immer noch Rendite für unsere Kunden, aber Nachhaltigkeit ist bei uns auf der gleichen Stufe", so Andreas Csurda, Vorstandsmitglied der Allianz Pensionskasse.

Der Trend in nachhaltige Investments geht in Österreich stark nach oben. Einem Marktbericht des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) zufolge wurde vergangenes Jahr ein Höchstwert von 21,8 Mrd. Euro in nachhaltige Geldanalgen investiert. Das ist ein Wachstum von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2017. Als "nachhaltige Geldanlegen" werden jene Anlageprodukte bezeichnet, die ESG-Kriterien erfüllen. ESG ist ein häufig genutztes Normkriterium und steht für Environmental, Social and Governance. Laut FNG-Marktbericht ist Kohle das wichtigste Ausschlusskriterium der Österreicher bei der Auswahl ihrer Fonds.

fwi/ivn

APA

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