Vertrauen verloren 05.09.2018 20:22:00

Continental-Vorstand fordert mehr Einsatz von Top-Management

Continental-Vorstand fordert mehr Einsatz von Top-Management

Der Konzern habe nicht nur bei Investoren erheblich Vertrauen verloren, heißt es in einem Brief des Continental-Vorstandes an mehr als 400 Top-Führungskräfte des Konzerns, in den Dow Jones Newswires Einblick hat. "Unsere derzeitige, geschäftliche Situation ist sehr ernst", heißt es in dem Schreiben. Die Anteilseigner äußerten Zweifel an der operativen Leistungsfähigkeit, dem Kostenbewusstsein und der Fähigkeit, zuverlässige Prognosen zu stellen.

Die Mehrzahl der 27 sogenannten Business Units arbeite erfolgreich und halte Versprechen ein, schreibt der Vorstand weiter. Bei etwa einem halben Dutzend Business Units laufe es dagegen zum Teil schon seit längerer Zeit anders. "Sie erreichen wiederholt ihre selbst gesteckten Ziele nicht. (...) Sie bilden so kein Vertrauenskapital, sondern verbrauchen es - und das gerade rasend schnell." Insgesamt seien dies äußerst alarmierende Signale. "Daher die klare Ansage: Auf diesem falschen Gleis fahren wir keinen Meter weiter. Dieser Zug stoppt genau hier und jetzt!"

Der Vorstand des weltweit zweitgrößten Autozulieferers hinter Bosch kündigt in dem Brief personelle Veränderungen im Management an. Zudem sollen Einheiten, die ihre Ziele wiederholt verfehlten und den Umschwung nicht aus eigener Kraft schafften, externe Unterstützung erhalten.

Konkrete Bereiche, in denen es schon seit längerer Zeit schlechter als geplant laufe, wurden nicht genannt. Einem Conti-Sprecher zufolge seien sowohl die Gummisparte als auch das Automobilgeschäft betroffen.

Der Hannoveraner Konzern hatte vor zwei Wochen das zweite Mal dieses Jahr die Ziele für 2018 gesenkt. Grund dafür waren unter anderem steigende Kosten und eine schwache Geschäftsentwicklung im dritten Quartal. Die Aktie war daraufhin eingebrochen.

Der Brief des Vorstandes, aus dem zuerst die Hannoversche Allgemeine Zeitung zitiert hatte, ist auf den 3. September datiert.

FRANKFURT (Dow Jones)

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