11.02.2015 13:52:48

DIHK: Russland-Krise schlägt bei deutscher Wirtschaft voll ins Kontor

BERLIN/MOSKAU (dpa-AFX) - Der Absturz der russischen Wirtschaft trifft deutsche Unternehmen nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hart. "Die wirtschaftlich desolate Lage in Russland schlägt voll ins Kontor der deutschen Wirtschaft", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben am Mittwoch in Berlin. Über 90 Prozent der in Russland aktiven Firmen rechneten im laufenden Jahr mit noch schlechteren Geschäften. 2014 war der deutsche Russland-Handel bereits um ein Fünftel geschrumpft.

Die Wirtschaft unterstütze die politischen Bemühungen für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts. Zugleich warb Wansleben aber dafür, die Kontakte nach Russland nicht abreißen zu lassen und in Branchen, die nicht von den Sanktionen betroffen sind, weiter eng zusammenzuarbeiten: "Wir setzen auf Dialog, aber auch aufs Geschäft."

Der Vorsitzende des Außen-Ausschusses des Bundestags, Norbert Röttgen, warnte, Moskau zu sehr entgegenzukommen. In einem Interview des TV-Senders Phoenix sagte der CDU-Politiker: "Wenn wir alles tun, was Russland will, dann können wir zwar einen Waffenstillstand haben, aber dann haben wir keinen Frieden und keine Sicherheit." Mit Blick auf die Wirtschaftssanktionen meinte Röttgen: "Da ist noch viel Raum zur Verschärfung."/tb/DP/stb

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