+++ Ihre Meinung ist uns wichtig: Wie zufrieden sind Sie mit finanzen.at? - Hier an unserer Umfrage teilnehmen! +++ -w-
16.10.2019 10:51:44

ENBW beschließt Bau des größten deutschen Solarparks ohne Subventionen

BERLIN (Dow Jones)--Der Weg zum subventionsfreien Bau des größten Solarparks Deutschlands durch den Energieversorger ENBW Energie Baden-Württemberg AG ist frei. Aufsichtsrat und Vorstand haben die Errichtung des Projekts "Weesow-Willmersdorf" final beschlossen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Dabei verzichtet ENBW vollkommen auf die Einspeisevergütung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Der Solarpark soll bei Werneuchen in Brandenburg, 30 Kilometer östlich von Berlin, auf einer Fläche von 164 Hektar entstehen. Die installierte Leistung beträgt mehr als 180 Megawatt - genug, um rund 50.000 Haushalte zu versorgen. "Dieser Solarpark in seiner Dimension bringt uns einen kräftigen Schub beim Ausbau des Erneuerbaren Portfolios", erklärte ENBW-Technikvorstand Hans-Josef Zimmer. Die Solarenergie werde damit das dritte Standbein im Ökostrommix des Unternehmens - nach der Windkraft on- und offshore. Sowohl der Beginn der ersten Kabelverlegearbeiten als auch die vollständige Inbetriebnahme der rund 465.000 Solarmodule sind für 2020 geplant. ENBW sei "nah dran", sein Ziel für das kommende Jahr zu erreichen, den Ökostromanteil auf 40 Prozent zu steigern, erklärte Pressesprecherin Friederike Eggstein.

Der Solarpark ist nach ENBW-Angaben der erste ohne EEG-Förderung. Sinkende Kosten im Bereich Fotovoltaik von über 80 Prozent innerhalb der letzten zehn Jahre hätten dies ebenso wie Synergieeffekte aufgrund der Anlagengröße möglich gemacht, so das Unternehmen. "Wir sind überzeugt, dass sich solch große Solarparks ohne Förderung wirtschaftlich betreiben lassen", sagte Technikvorstand Zimmer. "Aber nur, wenn das EEG auch weiterhin regelt: Erneuerbare First!"

Das Gesetz gibt vor, dass Strom aus erneuerbaren Energien beim Einspeisen ins Stromnetz Vorrang vor anderen Erzeugungsarten hat. Die Umlage zahlen die Stromverbraucher. Im kommenden Jahr steigt sie um 5,5 Prozent auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/mgo

(END) Dow Jones Newswires

October 16, 2019 04:52 ET (08:52 GMT)