"Intakte Chancen" 05.12.2018 13:22:00

Erste-Fondsmanager für 2019 optimistisch: Mehr Chancen als Risiken

Erste-Fondsmanager für 2019 optimistisch: Mehr Chancen als Risiken

Risiken wie der Brexit, US/China-Handelsstreit und Budgetstreit in Italien sollten aber berücksichtigt werden, sagt Anlagechef Gerold Permoser. Er rechnet nächstes Jahr mit der ersten Zinserhöhung der EZB seit 2011.

Die Erste Asset Management als Tochter der Erste Group Bank verwaltet mit mehr als 300 Mitarbeitern ein Vermögen von rund 61 Mrd. Euro (Stand Ende Juni 2018). Die Erste Group Bank hat heuer ihre beiden Kapitalanlagegesellschaften verschmolzen. Konkret wurde die Erste-Sparinvest Kapitalanlagegesellschaft (ESPA) mit ihrer Muttergesellschaft, der Erste Asset Management GmbH (EAM), fusioniert.

Das laufende Jahr war nach dem jahrelangen Aufwärtstrend an den Aktienmärkten von schwankenden Kursen geprägt. "Die Richtung der Märkte war 2018 nicht klar", sagte der Chef der Erste Asset Management, Heinz Bednar, vor Journalisten am Mittwoch in Wien. Angesichts der im November gefallenen Aktienkursen und Notierungen von Unternehmensanleihen sieht Bednar "intakte Chancen" für Anleger an den internationalen Kapitalmärkten.

Anlagechef Permoser erwartet nächstes Jahr zwei Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed. Aufgrund der gut laufenden US-Wirtschaft müsse die Fed wohl "mehr machen". In Europa sei "die Situation sehr spannend", weil man dabei sei, "das Medikament Nullzinspolitik zu beenden", sagte Permoser. EZB-Chef Mario Draghi hat angedeutet, im September 2019 möglicherweise die Zinsen zu erhöhen. Die Zinserhöhung werde wohl "der Wirtschaft nicht schaden". Im Budgetstreit zwischen der italienischen Regierung und der EU-Kommission erwartet Permoser, dass die italienische Regierung im Laufe des nächsten Jahres nachgeben wird. Die EZB könne den italienischen Banken "zielsicher helfen", wenn es nötig sei.

Die Vermögensverwalter empfehlen den heimischen Privatanlegern etwas mehr in Aktien zu investieren. Die als Aktienmuffel geltenden Österreicher hätten in den vergangenen zehn Jahren trotz der Finanzkrise 2008/09 "viel liegen gelassen", sagte der Erste-Asset-Management-Chef. Beispielsweise stieg der Wiener Aktienindex ATX seit Dezember 2008 um mehr als 80 Prozent, der deutsche Index DAX um mehr als 150 Prozent und der Dow Jones in den USA um knapp 190 Prozent.

(Schluss) cri/ggr

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