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Kapitalmarkttag 21.11.2019 17:56:00

Erste Group-Aktie macht Verluste wett: Erste Group auf Kostenbremse - Seit 2009 ein Viertel weniger Filialen

Erste Group-Aktie macht Verluste wett: Erste Group auf Kostenbremse - Seit 2009 ein Viertel weniger Filialen

An Kosten soll weiter gespart werden, der Filialabbau geht weiter. Seit 2009 ist deren Zahl in der Gruppe um fast ein Viertel reduziert worden. Der digitale Umbau ist im Gang. Stärkere Ertragsquellen erhofft sich die Bank bis 2024 aus dem - weniger zinsabhängigen - Provisionsgeschäft.

In fünf Jahren soll die Kosten-Ertrags-Relation bei etwa 55 Prozent liegen - in den ersten neun Monaten 2019 sind noch 58,6 Prozent der Erträge für Kosten aufgewendet worden.

Bis Ende 2024 soll der Provisionsüberschuss auf 2,4 Mrd. Euro ansteigen - vor allem durch mehr Erträge aus dem Asset-Management- und Wertpapiergeschäft, aber etwa auch aus dem Vertrieb von Versicherungsprodukten über die Banken (Bancassurance). Zum Vergleich: 2018 waren es beim Provisionsergebnis 1,9 Mrd. Euro. Heuer werden 2 Milliarden Euro erwartet, sagte der künftige Vorstandschef Bernhard Spalt am Donnerstag beim Kapitalmarkttag, an dem sich der amtierende Erste-Chef Andreas Treichl vor Analysten und Investoren verabschiedete.

Bei ihren Kosten wird die Erste Group heuer bei 4,3 Mrd. Euro zu liegen kommen. Für 2020 sind weniger als 4,4 Mrd. Euro veranschlagt. Kontinuierlich steigenden IT-Kosten sollen in den nächsten Jahren entsprechende "Effizienzgewinne" aus der rapide voranschreitenden Digitalisierung gegenüberstehen. Weiter ein großes Thema, das entsprechend adressiert wird, sind die Kosten besonders auch in Österreich.

Der Vorstand machte heute deutlich, dass die Sparkassen für etwa ein Viertel der Kostenbasis der Erste Group verantwortlich seien, aber für mehr als die Hälfte der in den vergangenen fünf Jahren entstandenen Kostensteigerungen, berichtete Spalt.

Mit dem Ausbau der digitalen Vertriebswege wird der "physische" Fußabdruck, also das Filialnetz, weiter reduziert. Ihren Höhepunkt hatte die Filialzahl der Erste Group in Österreich und Zentral/Osteuropa im Jahr 2009, mit damals 3.071 Filialen. Heuer zum Jahresende werden es 2.350 sein. Das war bisher ein Rückgang um gut 23 Prozent.

Am deutlichsten gekürzt worden ist das Niederlassungsnetz in den vergangenen zehn Jahren in Ungarn, Tschechien, Rumänien, Österreich und der Slowakei, geht aus der Präsentation hervor. Der Filialabbau mildert der Bank zufolge den Kostendruck in anderen Bereichen (IT, Digitalisierung, Lohnentwicklung, Regulatorische Kosten). Wobei laut Spalt der Filialabbau weniger mit Kostenthemen zu tun hat, als vielmehr mit dem geänderten Verhalten der Kunden.

Die digitale Bankingplattform "George" soll nach ihrer Installation in weiteren Ländern im Jahr 2021 rund 6,5 Millionen Kunden haben. Ende des 3. Quartals 2019 hatte George 5,3 Millionen registrierte User.

Finanzvorstand Stefan Dörfler hat am Donnerstag den Plan des Managements bekräftigt, für 2019 eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie zu zahlen. Zweistellig bleiben soll auch im kommenden Jahr die Kapitalrendite. 2020 soll die Eigenkapitalverzinsung bei mehr als 10 Prozent gehalten werden, zum sechsten Mal in Folge.

Durchaus überraschend kam bei der Erste Group vor wenigen Wochen ein möglicher Kauf der polnischen Commerzbanktochter mBank auf den Tisch. Dörfler sagte heute, er erwarte für nächste Woche das Informationsmemorandum. Das werde man sich ansehen.

Die Aktie der Erste Group verlor am Morgen im Wiener Handel noch 1,90 Prozent auf 32,01 Euro - im Verlauf drehte sie in die Gewinnzone und wies letztlich ein Plus von 0,70 Prozent bei 32,86 Euro aus.

(Schluss) rf/itz/cs

APA

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