Wegen rumänischer Tochter 28.02.2019 13:47:00

Erste legt für Rumänien-Bankensteuer mehr als 100 Mio. Euro zurück

Erste legt für Rumänien-Bankensteuer mehr als 100 Mio. Euro zurück

Banken wie die österreichische Erste Group, die eine Tochter dort hat, stellen sich aber ebenfalls auf Belastungen ein. Eine erste Tranche muss die Erste Ende April berappen. Für 2019 stellt sie dafür mehr als 100 Mio. Euro zurück.

Die Summe nannte Erste-Chef Andreas Treichl am Donnerstag bei seiner Jahrespressekonferenz in Wien. Analysten hatten die Belastung für den Erste-Konzern aus dieser neuen Steuer zum jetzigen Stand mit rund 120 Mio. Euro beziffert. Einige schätzen, dass die Erste mit 150 Mio. Euro zur Kasse gebeten werden könnte.

Die Erste Group, die in Rumänien die Großbank BCR betreibt, werde dies schon verdauen, sagte Treichl. Viel ernster sei es aber für lokale rumänische Banken und wie die neuen Steuerkonzepte sich insgesamt auf die rumänische Wirtschaft auswirken werden.

Die rumänische Bankensteuer ist nach bisheriger Aufstellung (sie hat das Parlament noch nicht passiert) auf die lokale Bilanzsumme bezogen und dabei an den aktuellen rumänischen Interbankenkurs (Robor) gebunden, was auch innerhalb des Landes heftig umstritten ist. Zur Zeit läge der Steuersatz bei 1,2 Prozent. Zwischen Parlament und Notenbank in Bukarest wird über die neue Steuer heftig gestritten. Führende Finanzpolitiker wollen die Berechnungsbasis beispielsweise um Anleihen und Mindestreserven reduziert sehen. Sorgen um die Kreditversorgung wurden bereits geäußert.

(Schluss) rf/cri

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Bildquelle: Christian Wind

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