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04.05.2020 15:59:59

EZB: QE-Anleihebestände steigen in Vorwoche schwächer

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Bestand an Wertpapieren, die die Zentralbanken des Eurosystems im Rahmen der Ankaufprogramme APP und PEPP halten, hat sich in der Woche zum 1. Mai 2020 weniger stark als zuvor erhöht. Nach Mitteilung der Europäischen Zentralbank (EZB) nahm er um 20,794 Milliarden Euro auf 2.823,767 (Vorwoche: 2.802,973) Milliarden zu. In der Vorwoche hatte er sich um 35,532 Milliarden Euro ausgeweitet. Das Volumen der im Rahmen des Pandemiekaufprogramms PEPP erworbenen Papiere nahm um 22,092 (+26,045) Milliarden Euro auf 1,298 (+9,487) Milliarden zu, während das der APP-Bestände um 1,298 Milliarden auf 2.704,956 (2.706,254) Milliarden Euro sank.

Beiden Programmen ist gemeinsam, dass die Zentralbanken des Euroraums die darin enthaltenen Staatsanleihen auf eigenes Risiko kaufen, während die Risiken der anderen Papiere geteilt werden. Das PEPP gibt den Zentralbanken jedoch eine größere Flexibilität bei der Auswahl von Anleihegattungen und -emittenten und verlangt so gut wie keine Transparenz. Dagegen informiert die EZB im Rahmen des APP einmal in der Woche über die Aufteilung der Käufe nach Gattungen und einmal monatlich - bei Staatsanleihen - auch über die Aufteilung auf die Emittenten. Hintergrund ist, dass die Richtgröße der Staatsanleihekäufe der EZB-Kapitalschlüssel ist.

Der Bestand an öffentlichen Anleihen im APP-Programm ermäßigte sich in der vergangenen Woche um 0,738 (Vorwoche: +9,113) Milliarden auf 2.189,257 (2.189,995) Milliarden Euro, der von Unternehmensanleihen ging zurück um 0,062 (+0,770) Milliarden auf 207,067 (207,129) Milliarden Euro, jener an Covered Bonds fiel um 0,231 (-0,010) Milliarden auf 277,696 (277,927) Milliarden Euro und bei ABS ergab sich ein Rückgang um 0,267 (-0,386) Milliarden auf 30,936 (31,203) Milliarden Euro.

Die EZB will ihre Anleihebestände im Rahmen des APP um 20 Milliarden Euro pro Monat vergrößern. Hinzu kommen bis Jahresende insgesamt 120 Milliarden Euro, deren Verteilung über die einzelnen Monate jedoch nicht festgelegt ist, die aber auch den APP-Regeln unterliegen. Der EZB-Rat hatte im März beschlossen, falls nötig verstärkt die Staatsanleihen von Ländern zu kaufen, deren Anleihezinsen trotz der sehr lockeren Geldpolitik deutlich stärker als die anderer Euro-Länder gestiegen waren. Diese Ankündigung zielte vor allem auf Italien, das von der Corona-Pandemie besonders stark getroffen ist. Für diesen Zweck ist die EZB sogar bereit, den EZB-Kapitalschlüssel zumindest kurzfristig außer Acht zu lassen.

Das PEPP wurde ebenfalls im März beschlossen. Es hat ein Volumen von 750 Milliarden Euro und soll gleichfalls zunächst bis Jahresende laufen. Die Zentralbanken legen die Tilgungsbeträge fällig gewordener Anleihen wieder an, wofür sie bis zu ein Jahr Zeit haben. Damit soll unnötigen Marktverzerrungen vorgebeugt werden. Das kann aber zu spürbaren Schwankungen der Anleihebestände führen. Im Mai werden Papiere über 15,541 Milliarden Euro fällig.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/hab/jhe

(END) Dow Jones Newswires

May 04, 2020 09:59 ET (13:59 GMT)

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